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Ein Pflegebett soll 204 Kilometer weit von Magdeburg bis vor den Bundestag geschoben werden. Beschäftigte aus der Altenpflege starten am Sonntag zu einem Protestmarsch nach Berlin. Mit der ungewöhnlichen Aktion wollen ver.di-Aktive ihre Forderungen in der Debatte über die Pflegereform sichtbar machen.
Los geht es am Sonntag, 30. August, um 13 Uhr vor dem Universitätsklinikum Magdeburg. Die Strecke führt in Tagesetappen über Burg, Genthin, Brandenburg an der Havel, Werder und Potsdam. Am Montag, 7. September, wollen die Teilnehmer um 16 Uhr vor dem Reichstagsgebäude in Berlin ankommen und ihre Forderungen an Bundestagsabgeordnete übergeben.
Die Gewerkschaft warnt davor, bei einer Reform auf Kosten einer bedarfsgerechten Pflege zu sparen. Johannes Hermann, Altenpfleger und Betriebsrat bei der Arbeiterwohlfahrt in Sachsen, gehört zu den beiden Initiatoren der Aktion. Er verweist auch auf die jüngsten Tage mit extremer Hitze. Sie hätten gezeigt, wie groß der Investitionsstau und der Arbeitsdruck in der Altenpflege bereits seien. Ver.di befürchtet durch das diskutierte Pflegeneuordnungsgesetz weitere Verschlechterungen für Pflegebedürftige und ihre Angehörigen sowie für Versicherte und Beschäftigte in der stationären und ambulanten Pflege.
Entlang der Strecke sind Kundgebungen und weitere Aktionen geplant. Bereits zum Auftakt soll es am Sonntag um 14 Uhr eine Zwischenkundgebung vor der ver.di-Bezirksgeschäftsstelle Sachsen-Anhalt Nord in Magdeburg geben.
Transparenzhinweis: Der Artikel basiert auf einer Mitteilung der Vereinten Dienstleistungsgewerkschaft ver.di; redaktionell bearbeitet.