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26 Prozent der Unternehmen rechnen mit schlechteren Geschäften

Die deutsche Wirtschaft blickt verhalten auf das Jahr 2026. Einer Umfrage des ifo Instituts zufolge rechnen rund 26 Prozent der Unternehmen mit schlechteren Geschäften. Die Mehrheit erwartet Stagnation: 59 Prozent gehen davon aus, dass sich ihre wirtschaftliche Lage nicht verändern wird. Nur knapp 15 Prozent hoffen auf eine Verbesserung.

Von Aufbruchstimmung ist wenig zu erkennen. Die Zurückhaltung zieht sich durch nahezu alle Wirtschaftsbereiche. In der Industrie rechnet mehr als die Hälfte der Unternehmen mit einer unveränderten Lage. Gut ein Viertel erwartet eine Verschlechterung, weniger als jedes fünfte Unternehmen eine Verbesserung. Eine Ausnahme bildet der Bereich der elektrischen Ausrüstungen, in dem der Anteil optimistischer Betriebe deutlich über dem der pessimistischen liegt.

Auch im Dienstleistungssektor dominiert Vorsicht. Fast zwei Drittel der Unternehmen erwarten keine Veränderung, knapp ein Viertel stellt sich auf eine ungünstigere Entwicklung ein. Besonders skeptisch ist der Handel: Dort rechnet rund jedes dritte Unternehmen mit schlechteren Geschäften.

Im Baugewerbe bleibt der Ausblick ebenfalls verhalten. Ein Drittel der Betriebe erwartet eine Verschlechterung, mehr als die Hälfte geht von einer stabilen Lage aus. Die Hoffnung auf angekündigte Investitionen in die Infrastruktur spiegelt sich bislang kaum in den Erwartungen wider. Insgesamt zeigt die Umfrage ein einheitliches Bild: Die Unternehmen planen defensiv. Optimismus bleibt die Ausnahme.

Transparenzhinweis: Der Artikel basiert auf einer Mitteilung des ifo Instituts; redaktionell bearbeitet.

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