Anzeige

ACE-Check in Ingolstadt: 17 von 500 mit Handy am Steuer

Eine halbe Stunde an der Kreuzung Permoserstraße/Neuburger Straße, 500 Fahrzeuge – und 17-mal ein Smartphone in der Hand. Bei einer Verkehrszählung des Auto Club Europa entsprach das in Ingolstadt einem Anteil von 3,4 Prozent. Der Ingolstädter Kreisverband beteiligte sich damit an einer bundesweiten Aktion des ACE gegen Ablenkung am Steuer. Beobachtet wurde auch in Pfaffenhofen, Neuburg an der Donau und Schrobenhausen.

In Pfaffenhofen fiel der Anteil am niedrigsten aus. Dort registrierte der ACE neun Fälle bei 370 Fahrzeugen, 2,43 Prozent. In Neuburg waren es vier von 88 und damit 4,55 Prozent. Den höchsten Wert verzeichneten die Beobachter in Schrobenhausen: Zehn von 155 Fahrerinnen und Fahrern hatten dort ein Handy in der Hand, 6,45 Prozent. Eine Autofahrerin war nach Angaben des Clubs zudem nicht angeschnallt.

Die Zahlen bilden allerdings nur das Verkehrsgeschehen während der jeweiligen Beobachtungen an einzelnen Kreuzungen ab. Rückschlüsse auf die Handynutzung im gesamten Stadtverkehr lassen sich daraus nicht ziehen.

Gegenüber früheren Erhebungen hat der ACE nach eigenen Angaben weniger Handynutzung am Steuer festgestellt. Ursula Hildebrand, Regionalbeauftragte des Clubs, vermutet als einen Grund die zunehmende Verbreitung moderner Fahrzeuge mit Freisprechanlagen. Auch Telefonieren ohne Handy in der Hand könne jedoch ablenken.

Wie schnell kurze Unaufmerksamkeit ins Gewicht fällt, zeigt eine einfache Rechnung: Bei Tempo 50 legt ein Auto in zwei Sekunden rund 28 Meter zurück, bei Tempo 30 noch etwa 17 Meter. Die bundesweiten Ergebnisse der Aktion will der Auto Club Europa im Herbst vorstellen.

Transparenzhinweis: Der Artikel basiert auf einer Mitteilung des ACE Auto Club Europa, Kreis Ingolstadt; redaktionell bearbeitet.

Diesen Beitrag teilen