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Ältere am Steuer: Der freiwillige Fahrtest

Viele ältere Autofahrer fahren jahrzehntelang unfallfrei – dennoch steigt mit zunehmendem Alter das Risiko im Straßenverkehr. Die Deutsche Verkehrswacht ruft deshalb dazu auf, die eigene Fahreignung regelmäßig zu überprüfen.

Statistisch fallen Seniorinnen und Senioren zwar nicht durch besonders hohe Unfallzahlen auf. Bezogen auf die gefahrenen Kilometer erhöht sich ihr Risiko jedoch deutlich. Wird ein älterer Autofahrer in einen Unfall verwickelt, hat er diesen häufig selbst verursacht. Ab einem Alter von 75 Jahren trifft das in etwa drei von vier Fällen zu.

Um die eigene Fahrfähigkeit besser einschätzen zu können, empfiehlt die Verkehrswacht sogenannte Rückmeldefahrten. Dabei begleitet ein Fahrlehrer die Teilnehmer im normalen Straßenverkehr. Nach einer rund 30 bis 45 Minuten dauernden Fahrt werden Eindrücke und mögliche Verbesserungen gemeinsam besprochen.

Eine Prüfung ist das ausdrücklich nicht. Es gibt weder ein Bestehen noch ein Durchfallen, und das Ergebnis bleibt vertraulich. Auswirkungen auf die Fahrerlaubnis hat eine solche Rückmeldung nicht.

Neben praktischen Fahrten rät die Verkehrswacht älteren Verkehrsteilnehmern auch zu medizinischen Checks. Dazu gehören Untersuchungen des Seh- und Hörvermögens, der Reaktionsfähigkeit sowie die Frage, ob eingenommene Medikamente die Verkehrstüchtigkeit beeinflussen.

Gerade in ländlichen Regionen ist Mobilität ein wichtiger Teil der Selbstständigkeit im Alltag. Angebote wie Rückmeldefahrten oder Fahrsicherheitstrainings sollen dazu beitragen, dass ältere Menschen möglichst lange sicher unterwegs bleiben können. Bei Fahrsicherheitstrainings üben die Teilnehmer mit dem eigenen Auto oder Motorrad auf speziellen Parcours. Ziel ist es, Gefahrensituationen frühzeitig zu erkennen, zu vermeiden und richtig darauf zu reagieren.

Die Kreisverkehrswacht Eichstätt unterstützt solche Angebote. Mitglieder erhalten zu ihrem 70., 75. und 80. Geburtstag Gutscheine für entsprechende Trainings oder Rückmeldefahrten.

Transparenzhinweis: Der Artikel basiert auf einer Mitteilung der Kreisverkehrswacht Eichstätt; redaktionell bearbeitet.

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