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Albertus und die geplante Städtepartnerschaft mit Indien

Albertus und die geplante Städtepartnerschaft mit Indien

(al) Wieder mal eine neue, blendende Idee aus dem Rathaus. Die Damen und Herren des Rat's suchen offenbar kostengünstige Urlaubstage in Übersee. Worin soll der Sinn liegen? Kein Normalbürger wird sich jemals dorthin verirren. Wirtschaftliche Kontakte? Vielleicht zwischen der Müllverbrennungsanlage und der dortigen Müllkippe. Aber wenigstens gibt es von ausgewählten Stadträten/ -innen Fotos in der Heimatpresse mit sorgenvollen Gesichtern angesichts der dortigen Armut.

Vielleicht organisiert man noch eine Spendensammlung mit einem bedeutungslosen Betrag, was noch mal einen Zeitungsartikel hergibt. Und das war's dann schon. Halt! Da kommen noch neue Schilder an den Stadteingängen dazu, das macht international was her. Und dann legt sich eine jahrelange Funkstille über diese sogenannte Partnerschaft, bis der Gegenbesuch kommt, falls er überhaupt kommt, je nach politischer Lage dort. Dann beginnt die große Fragerunde in den Fraktionen, wer denn Zeit hätte, die indischen Gäste bei deren Besuchsprogramm zu begleiten. Wer kann Englisch? Egal, auf jeden Fall gibt es wieder mal ein günstiges Abendessen. Aber der grundsätzliche Sinn besteht wohl darin: Jeder OB sollte in seiner Amtszeit wenigstens eine neue Städtepartnerschaft gegründet haben, um in die Annalen einzugehen.

Es grüßt euch, Albertus, die Rathausmaus

Lesen Sie hierzu auch:

Ich bin Albertus, die Rathausmaus und Der falsche politische Zeitpunkt für eine Städtepartnerschaft mit Indien.

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