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Als Alfred Hagn 1990 in den Ingolstädter Stadtrat einzog, gehörten die Finanzen der Stadt zu den Themen, mit denen sich die Unabhängige Wählerschaft intensiv beschäftigte. Für Hagn war das kein fremdes Feld: Beruflich leitete er damals die Ingolstädter Niederlassung der Deutschen Bank. Nun ist der frühere Stadtrat im Alter von 93 Jahren verstorben.
Hagn wurde am 22. März 1933 geboren und gehörte dem Stadtrat von 1990 bis 2002 über zwei Wahlperioden an. Von 1990 bis 1996 führte er die vierköpfige UW-Fraktion mit Johann Stachel, Helmut Stich und Sepp Mißlbeck.
Von 1983 bis 1995 war Hagn Direktor der Deutschen Bank in Ingolstadt. Finanz- und Haushaltsfragen spielten auch in seiner kommunalpolitischen Arbeit eine wichtige Rolle. In einer UW-Zeitung von 1994 beschäftigte er sich als Fraktionsvorsitzender ausführlich mit der Haushalts- und Verschuldungspolitik der Stadt. Wie Hagn Kommunalpolitik verstand, brachte er später selbst auf eine knappe Formel. In einem Interview zum 65-jährigen Bestehen der UW/FW im Jahr 2013 riet er den Aktiven, mit den Menschen zu reden, ihre Wünsche und Anregungen aufzunehmen, sich für ihre Anliegen einzusetzen und glaubhaft zu bleiben. Auch über den politischen Umgang miteinander äußerte er sich rückblickend. Über Sachfragen sei durchaus gestritten worden. „Aber der politische Gegner war nie ein Feind.“ Im Juli 2023 ernannten die Freien Wähler Ingolstadt Alfred Hagn gemeinsam mit Johann Stachel, Hans Ott und Peter Gietl zum Ehrenmitglied. Gewürdigt wurden damit seine langjährige Arbeit für die Gruppierung und sein kommunalpolitisches Engagement.
Transparenzhinweis: Eigene Berichterstattung.