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Am Ende der Corona-Krise müssen Umwelt und Gemeinwohl stehen

Am Ende der Corona-Krise müssen Umwelt und Gemeinwohl stehen

O-T(h)öne gibt Fraktionen und Gruppierungen im Ingolstädter Stadtrat, sowie ausgewählten Personen des gesellschaftlichen Lebens und aus dem journalistischen Bereich, in der Rubrik "Aus fremder Feder", die Möglichkeit eines Gastkommentars zur Ingolstädter Kommunalpolitik. Das Thema ist durch den Gastkommentator frei wählbar, ebenso die Länge des Textes. Die Verantwortung für den Inhalt dieser Veröffentlichung trägt allein der Verfasser des Gastkommentars.

Gastkommentar von Stadtrat Raimund Köstler (ÖDP)

Diese Woche hat mich ein Foto fasziniert, das in der indischen Stadt Jalandhar aufgenommen wurde und den über 200 km entfernten Himalaya zeigt.  Durch die weltweite Corona-Krise stehen auch in Indien viele Fabriken still, was nach 30 Jahren erstmalig wieder diesen Anblick ermöglicht hat. Auch in vielen anderen Regionen der Welt hat die Luftverschmutzung stark abgenommen und zeigt welche Probleme wir uns mit der übermäßigen Industrialisierung eingekauft haben. Auch wenn es nicht zeitgemäß ist, die Industrialisierung so weit wie vor 30 Jahren zurückzudrehen, zeigt die Krise doch, dass unser heutiges Handeln meistens schädlich für unsere Umwelt ist.

Es ist jetzt zwar notwendig unsere Industrie, Mittelstand, Einzelhandel und Gastronomie zu unterstützen, damit wir die Krise überwinden können. Jedoch muss diese Unterstützung ganz klar auch die Umwelt im Blick haben und die Klimakrise, die schon vor Corona mehr Aufmerksamkeit gebraucht hätte, berücksichtigen. Deshalb sollte das Gemeinwohl bei der Förderung im Vordergrund stehen. Dazu gehören soziale Aspekte, Regionalität, Umweltschutz und Nachhaltigkeit. Andere Staaten haben dies auch richtigerweise von der Unternehmensstruktur abhängig gemacht: keine Förderung von Unternehmen, die ihren Firmensitz in Steueroasen haben.Corona hat schon viele Todesopfer gefordert und ist noch lange nicht überstanden. So schwierig diese Situation auch ist, wir sollten am Ende daraus gelernt haben. Z. B., dass Globalisierung auch immer Abhängigkeiten nach sich zieht. Am Ende sollten wir gestärkt aus dieser Krise hervorgehen. Wobei „wir“ hier ganz klar für die Umwelt und das Gemeinwohl stehen muss.

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