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Ankündigungspolitik der CSU und des Oberbürgermeisters

Ankündigungspolitik der CSU und des Oberbürgermeisters

(ot) Der Ingolstädter Oberbürgermeister hat auf dem Neujahrsempfang der örtlichen CSU angekündigt ein umfassendes Programm zur Sanierung von Sportstätten und zur Förderung des Sports in Ingolstadt aufzulegen. O-T(h)öne hat Ingolstädter Kommunalpolitiker angefragt, wie diese die Ankündigung politisch, auch im Hinblick auf die anstehende Kommunalwahl im März, bewerten. Die Antworten werden in der Reihenfolge der Antworten veröffentlicht.

Christian Lange, Oberbürgermeisterkandidat der Bürgergemeinschaft Ingolstadt (BGI):

"In unserem Programm für die Kommunalwahl kündigen wir an, dass es noch in diesem Jahr einen Sportanlagen-Instandsetzungsplan geben wird, den wir dann auch zügig abarbeiten wollen. Und das ist auch dringend nötig.

Seit sechs Jahren erlebe ich im Stadtrat den vergeblichen Einsatz aller Fraktionen und Gruppierungen (mit Ausnahmen der „Koalitoion“) für die Sportanlagen in unserer Stadt. Allein wir von der BGI haben uns durch verschiedene Anträge wie den Antrag zur Verbesserung der Schwimmfähigkeit der Ingolstädter Kinder auch mit den Sportanlagen in Ingolstadt beschäftigt. Trotzdem wurden in keinem einzigen Hallenbad an den Schulen in der Stadt auch nur eine Sanierungsmaßnahme umgesetzt, weil das alles zu teuer ist. Diese Hallenbäder verfallen seit 25 Jahren und sehen heute teilweise erbärmlich aus.

Gleiches gilt für die Sporthallen in unserer Stadt: Bei der letzten Kommunalwahl 2014 hat sich die CSU dafür feiern lassen, dass sie drei neue Ballspielhallen baut. Leider hat sich inzwischen herausgestellt, dass diese Ballspielhallen nur begrenzt die Erwartungen der Sportvereine und Schulen erfüllen können. An den restlichen Sportanlagen wurde nichts investiert und unsere Bezirkssportanlagen sind seit 25 Jahren dem Verfall preisgegeben und können teilweise schon nur noch unter unzumutbaren Zuständen von Schülern und Sportlern genutzt werden. Lautsprecheranlagen aus den 1970er-Jahren haben eine katastrophale Akustik, Duschen und Kabinen sind heruntergekommen und teilweise verschimmelt. Wir haben oft im Stadtrat gefordert, endlich mit der Generalsanierung der Bezirksportanlagen zu beginnen. Die Reaktion der CSU-Stadtspitze: gar keine, denn das sei ja viel zu teuer. Eine Multifunktionshalle für große Sportereignisse wird seit Jahren gefordert. Die Reaktion der CSU-Stadtspitze war, dass wir sowas nicht brauchen und diese Halle viel zu teuer sei. Der Oberbürgermeister hatte 2012 übrigens selbst, damals als Sportfunktionär, gefordert, dass eine dritte Eislauffläche gebaut wird. Passiert ist auch hier bis jetzt: nichts.

Alles in allem ist diese Ankündigungspolitik der CSU und des Oberbürgermeisters inzwischen so durchschaubar, dass es schon nervig wird. Vor den Wahlen wird alles mögliche versprochen und nach den Wahlen, ist das Sparen plötzlich wichtiger als die Einhaltung der Versprechen. Die Menschen haben es durchschaut und werden der CSU dafür die Quittung bei der Wahl geben."

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