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Die AOK ergänzt ihren „Familiencoach Depression“ um ein Modul zu psychischen Belastungen rund um die Geburt eines Kindes. Das kostenlose Online-Angebot richtet sich an Angehörige von Menschen, die während der Schwangerschaft oder in den Monaten nach der Geburt an sogenannten peripartalen Depressionen leiden – also Depressionen, die vor oder nach der Entbindung auftreten. Betroffen sind 10 bis 15 Prozent der Mütter, bei Vätern etwa fünf Prozent.
Das Modul beschreibt typische Symptome wie fehlende Elterngefühle, Überforderung oder die Sorge, dem Kind zu schaden. Es grenzt diese Beschwerden vom kurzzeitigen „Babyblues“ ab. Als Auslöser werden unter anderem Veranlagung, soziale Belastungen, frühere Erkrankungen, Traumata, Schlafmangel und hormonelle Veränderungen genannt. Das Programm bietet Übungen zur Selbstreflexion sowie Hinweise zum Umgang mit belastenden Gefühlen. Ergänzt wird es durch Videotipps von Expertinnen.
Peripartale Depressionen können auch die frühe Bindung zwischen Elternteil und Kind beeinträchtigen. Das Programm soll Angehörige stärken, ohne sie zu überfordern, und sie darin unterstützen, professionelle Hilfe anzuregen. Häufig erschwere die Erwartung des Umfelds, mit der Geburt seien vor allem positive Gefühle verbunden, den offenen Umgang mit der Erkrankung.
Videos aus Psychotherapieforschung und Gynäkologischer Psychosomatik thematisieren unter anderem Schuldgefühle, Folgen einer Depression bei Vätern und Strategien für Menschen mit früherer Depressionserfahrung. Weitere Beiträge behandeln Kommunikation und Konfliktvermeidung.
Der „Familiencoach Depression“ existiert seit 2018 und wurde 2022 um ein Modul zu Depressionen im Alter ergänzt. Eine vom Innovationsfonds geförderte Studie zeigte, dass das Programm in Kombination mit E-Mail-Support die Belastung von Angehörigen deutlich senkt. Das Angebot ist anonym, kostenfrei und unter www.familiencoach-depression.de
Transparenzhinweis: Die Berichterstattung erfolgt unter Verwendung einer Pressemitteilung der AOK.
