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AOK: Lösungen zur Beitragsstabilisierung fehlen

Die Vorstandschefin des AOK-Bundesverbands, Carola Reimann, sieht in den jüngsten Äußerungen von Gesundheitsministerin Nina Warken keine Entlastung für Versicherte. Zwar habe die Ministerin die angespannte Lage der gesetzlichen Kranken- und Pflegeversicherung zutreffend beschrieben, konkrete Schritte zur kurzfristigen Beitragsstabilisierung fehlten jedoch.

Positiv wertete Reimann lediglich die Zusage des Bundes, die jährlichen Transformationskosten zur Modernisierung der Krankenhauslandschaft in Höhe von 2,5 Milliarden Euro zu übernehmen. Diese Finanzierung sei allerdings schon zuvor zugesagt worden.

Die Ministerin habe zwar angekündigt, sich in den Beratungen zum Haushalt 2026 für zusätzliche Bundesmittel einzusetzen, die Spielräume dort seien jedoch sehr begrenzt. Reimann kritisierte zudem, dass trotz der stark gestiegenen Ausgaben – nach ihren Angaben ein Plus von acht Prozent im ersten Halbjahr 2025 – keine Maßnahmen zur Begrenzung des Kostenanstiegs benannt wurden. Statt entschlossen gegenzusteuern, werde auf spätere Haushaltsentscheidungen verwiesen.

Transparenzhinweis: Die Berichterstattung erfolgt unter Verwendung einer Pressemitteilung der AOK.

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