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Ausbildung rutscht weiter ab

Der Ausbildungsmarkt schrumpft weiter. Nach Zahlen des Bundesinstituts für Berufsbildung wurden 2025 rund 2,1 Prozent weniger Ausbildungsverträge abgeschlossen als im Vorjahr. Es ist der zweite Rückgang in Folge und das Niveau bleibt deutlich unter dem von 2019.

Der Deutsche Gewerkschaftsbund sieht darin ein Signal wachsenden Handlungsdrucks. Betriebe setzten weiterhin weniger auf Ausbildung, während sich der Fachkräftemangel verschärfe, heißt es. Bis 2029 scheiden rund fünf Millionen Beschäftigte altersbedingt aus dem Arbeitsmarkt aus.

Besonders problematisch bewertet der DGB den Übergang von der Schule in die Ausbildung. Von den 730.000 ausbildungsinteressierten Jugendlichen konnten 65,3 Prozent eine Lehrstelle beginnen – knapp ein Drittel also nicht. Viele landeten erneut in Maßnahmen und Warteschleifen, statt direkt in eine Ausbildung einzusteigen.

Der Verband fordert eine engere Kooperation zwischen Schulen, Arbeitsagenturen und Betrieben sowie eine bessere Verzahnung bestehender Unterstützungsangebote. In Regionen mit zu wenig betrieblichen Plätzen soll die außerbetriebliche Ausbildung ausgebaut werden.

Transparenzhinweis: Die Berichterstattung erfolgt unter Verwendung einer Pressemitteilung des DGB.

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