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Forderung nach Kaufprämie für Verbrenner nicht zeitgemäß

Forderung nach Kaufprämie für Verbrenner nicht zeitgemäß

O-T(h)öne gibt Fraktionen und Gruppierungen im Ingolstädter Stadtrat, sowie ausgewählten Personen des gesellschaftlichen Lebens und aus dem journalistischen Bereich, in der Rubrik "Aus fremder Feder", die Möglichkeit eines Gastkommentars zur Ingolstädter Kommunalpolitik. Das Thema ist durch den Gastkommentator frei wählbar, ebenso die Länge des Textes. Die Veröffentlichung erfolgt nicht redigiert und ungekürzt. Die Verantwortung für den Inhalt trägt allein der Verfasser des Gastkommentars.

Gastkommentar von Christian Lange, Stadtrat der Bürgergemeinschaft Ingolstadt (BGI)

Zurzeit reibt man sich immer wieder verwundert die Augen, was aus Ingolstadt für Signale mitten in der Verkehrswende kommen. Bereits der ehemalige CSU-Oberbürgermeister hatte wiederholt auf die systemrelevante „Schlüsselindustrie“ der Automobilhersteller hingewiesen und kritisiert, dass Menschen in unserem Land eine Abkehr von Dieselautos und Benzinern fordern. Im Stadtrat bekam ich bei der Forderung nach einem schnellen Umbau der Bus-Flotte der INVG mit Elektrobussen jedes Mal Widerspruch. Diese Woche lese ich nun in der Süddeutschen Zeitung: „Ingolstadt fordert Kaufprämie für Verbrenner“. Der Oberbürgermeister hatte sich für eine solche Prämie stark gemacht. Ich halte diese Forderung für falsch und finde es schade, dass der Oberbürgermeister hier vor der Notwendigkeit einer schnellen Transformation unserer Automobilindustrie die Augen verschließt. Wer jetzt eine Prämie für Verbrennermotoren fordert, lebt im längst vergangenen fossilen Zeitalter der Fortbewegung. Die Zukunft sind alternative Antriebsformen und für Kfz besonders die Elektromobilität und diese wird richtigerweise durch Kaufanreize gefördert. Die Forderung nach einer Prämie für Verbrenner ist klimaschädlich – sehr klimaschädlich. Da ist der Bayerische Ministerpräsident zum Glück endlich einen großen Schritt weiter, wenn er gestern die Neuzulassung von Verbrennermotoren ab 2035 verbieten will. Die schnellstmögliche Abkehr von den alten Verbrennertechnologien wäre aus meiner Sicht zukunftsorientierte Politik, die auch Ingolstadt viel besser zu Gesicht stünde.

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