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Bauwirtschaft im Sinkflug – Umsätze stürzen ab

Die Bauwirtschaft in Bayern ist schwach ins Jahr gestartet. Die Umsätze im Bauhauptgewerbe sind im Februar deutlich eingebrochen und liegen klar unter dem Vorjahresniveau. Nach Angaben des Landesamts für Statistik erwirtschafteten die Betriebe rund 1,05 Milliarden Euro. Das entspricht einem Rückgang um 19,7 Prozent oder etwa 258 Millionen Euro im Vergleich zum Februar 2025. Betroffen sind sowohl der Hoch- als auch der Tiefbau.

Besonders stark fiel das Minus in einzelnen Bereichen aus. Im gewerblichen und industriellen Tiefbau sanken die Umsätze um 36,2 Prozent. Im Hochbau lagen die Rückgänge je nach Sparte bei bis zu 47,3 Prozent. Lediglich der öffentliche Tiefbau für Gebietskörperschaften und Sozialversicherungen konnte ein leichtes Plus von 2,9 Prozent verzeichnen.

Auch bei den Auftragseingängen zeigt sich ein gemischtes Bild. Insgesamt gingen sie im Februar um 6,0 Prozent zurück. Deutliche Einbußen gab es im Straßenbau (-24,4 Prozent) sowie im gewerblichen und industriellen Hochbau (-13,9 Prozent). Zuwächse verzeichneten dagegen der öffentliche Tiefbau (+11,8 Prozent) und der gewerbliche Tiefbau (+6,3 Prozent).

Im Hochbau gingen die Aufträge mit Ausnahme des öffentlichen Hochbaus für Gebietskörperschaften und Sozialversicherungen (+4,0 Prozent) in allen Sparten zurück. Im Wohnungsbau lag das Minus bei 6,4 Prozent, im öffentlichen Hochbau ohne Erwerbszweck bei 26,8 Prozent.

Ein Blick auf die preisbereinigte Entwicklung zeigt zusätzliche Belastungen. Im Vergleich zum Basisjahr 2021 liegen die Auftragseingänge deutlich niedriger (real -33,6 Prozent), auch die Umsätze sind preisbereinigt leicht rückläufig. Besonders im Wohnungsbau zeigt sich ein deutlicher Einbruch: Die Auftragseingänge liegen real 36,9 Prozent unter dem Niveau von 2021, die Umsätze um 11,1 Prozent. Im Vergleich zum Vorjahr sanken sowohl nominale als auch reale Umsätze im Februar 2026 (nominal -15,6 Prozent, real -12,5 Prozent). Auch die Auftragseingänge gingen zurück. Stabilisierend wirkt derzeit vor allem der Tiefbau. Projekte im Bereich Energie- und Verkehrsinfrastruktur sorgen hier für vergleichsweise robustere Zahlen.

Die Zahl der Beschäftigten bleibt weitgehend konstant. Ende Februar waren rund 104.700 Menschen im bayerischen Bauhauptgewerbe tätig, gut 1.000 mehr als ein Jahr zuvor. Gleichzeitig sank die geleistete Arbeitszeit deutlich auf rund 4,5 Millionen Stunden, nach etwa 7 Millionen im Vorjahresmonat.

Transparenzhinweis: Der Artikel basiert auf einer Mitteilung des Bayerischen Landesamts für Statistik; redaktionell bearbeitet.

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