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In Bayern sind innerhalb weniger Wochen mehrere Menschen nach dem Konsum manipulierte E-Zigaretten gestorben oder schwer verletzt worden.
Nach Angaben des Bayerischen Landeskriminalamts wurden in Oberbayern und der Oberpfalz zwei Todesfälle sowie zwei Vergiftungen registriert, eine davon mit lebensbedrohlichen Folgen. In allen Fällen hatten die Betroffenen sogenannte Vapes konsumiert, die nach bisherigen Erkenntnissen mit synthetischen Opioiden versetzt waren.
Im Mittelpunkt steht dabei der Wirkstoff Etodezitramid. Die Substanz gehört zur Gruppe hochpotenter synthetischer Opioide und kann ähnlich stark wirken wie bekannte Vertreter dieser Stoffklasse. Sie wird häufig als vermeintliche „Forschungschemikalie“ gehandelt und gilt als möglicher Nachfolger anderer synthetischer Opioide auf dem illegalen Markt.
Nach bisherigen Erkenntnissen konsumierten die Betroffenen den Stoff nicht isoliert, sondern in Kombination mit weiteren psychoaktiven Substanzen. In einem Fall musste ein Konsument reanimiert werden. Besonders riskant ist der gleichzeitige Konsum mit dämpfenden Mitteln wie Alkohol, Benzodiazepinen oder ähnlichen Stoffen, da die Gefahr einer Atemdepression steigt.
Die Wirkung der Substanzen ist nach Angaben der Behörden kaum kalkulierbar. Schon geringe Mengen können zu schweren gesundheitlichen Schäden oder zum Tod führen. Verlässliche Erkenntnisse über sichere Dosierungen liegen nicht vor. Das Landeskriminalamt warnt deshalb eindringlich vor dem Konsum solcher Stoffe – insbesondere über E-Zigaretten.
Transparenzhinweis: Der Artikel basiert auf einer Mitteilung des Bayerischen Landeskriminalamts; redaktionell bearbeitet.