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Ein paar mehr Aufträge reichen nicht für Zuversicht. Im Wohnungsbau hat sich die Stimmung im Mai erneut verschlechtert. Das Geschäftsklima sank nach Angaben des ifo Instituts leicht von minus 28,2 auf minus 29,3 Punkte.
Die Unternehmen bewerteten ihre aktuelle Lage etwas schlechter als im Vormonat. Die Erwartungen verbesserten sich zwar minimal, bleiben aber deutlich pessimistisch. Von einer spürbaren Erholung kann deshalb weiter keine Rede sein.
Dabei gibt es zumindest ein kleines positives Signal. Der Anteil der Unternehmen, die über zu wenige Aufträge berichten, ging von 43,8 auf 42,2 Prozent zurück. Das deutet auf eine leichte Entspannung bei der Nachfrage hin. Gleichzeitig stieg jedoch der Anteil der Stornierungen von 10,8 auf 11,7 Prozent. Kunden bleiben also offenbar vorsichtig; manche Projekte werden weiter verschoben oder abgesagt.
Auch die Materialversorgung ist nicht vollständig geklärt. 9,7 Prozent der Unternehmen meldeten Engpässe bei wichtigen Vorprodukten. Der Wert ist nicht der zentrale Grund für die schwache Stimmung, zeigt aber, dass die Branche weiterhin mit mehreren Belastungen zugleich umgehen muss.
Das Bild ist damit widersprüchlich: etwas weniger Auftragsmangel, aber mehr Absagen und weiter große Skepsis. Für den Wohnungsbau bedeutet das, dass eine Trendwende noch nicht erkennbar ist. Viele Unternehmen rechnen nach Einschätzung des ifo Instituts derzeit nicht mit einer spürbaren Belebung des Marktes.
Transparenzhinweis: Der Artikel basiert auf einer Mitteilung des ifo Instituts; redaktionell bearbeitet.