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Bei der Personalsituation der Ingolstädter Berufsfeuerwehr wächst im Stadtrat der Unmut über ausbleibende Antworten aus dem Rathaus. Mehrere Kommunalpolitiker verschiedener Fraktionen sehen weiterhin Klärungsbedarf und berichten, dass Nachfragen zur Lage bislang ohne Ergebnis geblieben seien.
Ausgangspunkt ist die Stadtratssitzung vom 29. Juli 2025. Auf Initiative der FW-Stadtratsfraktion wurde dort zur Personalsituation der Berufsfeuerwehr vorgetragen. Dabei sei unter anderem berichtet worden, dass sich keine Bewerber für den Personalrat der Berufsfeuerwehr gefunden hätten.
„Ich bin froh, dass dieses Thema mehrere Stadtratskollegen umtreibt“, sagt Stadtrat Hans Stachel (FW). Gemeinsam mit Stadtrat Quirin Witty (SPD) beantragt er deshalb, dass der Oberbürgermeister darlegt, welche Bemühungen zur Verbesserung der Personalsituation unternommen wurden und welche Ergebnisse sie bislang gebracht haben.
Nach Darstellung der Antragsteller hätten die Ausführungen der Stadtverwaltung in der Sitzung jedoch „nicht Licht ins Dunkel gebracht, sondern eher das Gegenteil bewirkt“. Statt Klarheit sei weiterer Klärungsbedarf entstanden.
Wie Witty berichtet, seien nach medialer Berichterstattung anonyme Schreiben bei den FW- und SPD-Stadtratsfraktionen eingegangen. Aus diesen Schriftstücken habe sich die Bitte ergeben, dem weiterhin „nebulösen Thema Personalsituation Berufsfeuerwehr“ Aufmerksamkeit zu widmen.
Daraufhin wandte sich eine interfraktionelle Gruppe aus FW, SPD, CSU, FDP, Bündnis 90/Die Grünen und der Jungen Union an den Oberbürgermeister mit der Bitte, für Transparenz in der Angelegenheit zu sorgen. Doch auch danach seien mehrfach gestellte Nachfragen sowie eine Anfrage der SPD-Stadtratsfraktion zu Ergebnissen nach Angaben der Beteiligten unbeantwortet geblieben.
Damit rückt zunehmend eine grundsätzliche Frage in den Mittelpunkt der politischen Debatte: Wird der Stadtrat in dieser Angelegenheit ausgebremst? Wer kontrolliert hier eigentlich wen? Warum erhält ein gewähltes Gremium offenbar keine weitergehenden Informationen aus der Verwaltung? Und was bedeutet das für die politische Transparenz beim Umgang mit der Personalsituation der Berufsfeuerwehr? Antworten darauf stehen bislang aus.
Transparenzhinweis: Der Artikel basiert auf einer Pressemitteilung von SPD und FREIEN WÄHLERN im Ingolstädter Stadtrat; redaktionell bearbeitet.