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Bis zu 45 Grad in einzelnen Pflegeeinrichtungen, Beschäftigte am Limit und Berichte über schwere gesundheitliche Folgen bei Bewohnern: Die diesjährigen Hitzeperioden haben vielerorts Schwächen beim Hitzeschutz offengelegt. Darauf deutet zumindest eine Blitzbefragung der Gewerkschaft ver.di hin, an der sich mehr als 300 Beschäftigte aus Einrichtungen unterschiedlicher Trägerschaft beteiligt haben.
Mehrere Befragte schilderten gesundheitliche Komplikationen bis hin zu Todesfällen, die sie selbst auf die Hitze zurückführen. Ob tatsächlich ein ursächlicher Zusammenhang bestand, lässt sich aus der Befragung nicht ableiten.
Ver.di fordert deshalb ein Sofortprogramm von Bund und Ländern für Hitzeschutz und die energetische Sanierung von Pflegeeinrichtungen. Nach Darstellung der Gewerkschaft werden notwendige Investitionen seit Jahren nicht ausreichend finanziert. Ein großer Teil der Kosten werde bislang den Pflegebedürftigen in Rechnung gestellt.
Hinzu kommt die angespannte Personalsituation. In Hitzephasen seien zusätzliche Maßnahmen zum Schutz der Bewohner nötig, gleichzeitig komme es vermehrt zu Krankheitsausfällen. Von hoher Belastung berichteten laut ver.di nicht nur Pflegekräfte, sondern auch Beschäftigte in Service, Küche und Verwaltung.
Besonders problematisch seien Nachtschichten. Nach Angaben von Befragten müsse mitunter eine einzige Fachkraft 100 Bewohner oder mehr betreuen. Ver.di fordert deshalb bedarfsgerechte Vorgaben für den Personaleinsatz und deren vollständige Finanzierung.
Die Befragung ist nicht repräsentativ. Sie erlaubt deshalb keine belastbare Aussage darüber, wie verbreitet die geschilderten Zustände in deutschen Pflegeeinrichtungen insgesamt sind. Für ver.di reichen die Rückmeldungen dennoch aus, um politischen Handlungsbedarf zu sehen: mehr Geld für Hitzeschutz, Sanierungen und Personal.
Transparenzhinweis: Der Artikel basiert auf einer Mitteilung der Vereinten Dienstleistungsgewerkschaft ver.di; redaktionell bearbeitet.