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Burnout auf dem Vormarsch

Burnout-bedingte Krankmeldungen nehmen weiter zu. Nach Daten der Kaufmännischen Krankenkasse (KKH) entfielen im vergangenen Jahr 107,3 Fehltage wegen eines diagnostizierten Burnout-Syndroms auf 1.000 ganzjährig versicherte Beschäftigte. Das entspricht einem Anstieg von 33 Prozent innerhalb von fünf Jahren. Auch die Zahl der Krankschreibungen stieg deutlich.

Betroffene fehlten 2024 im Schnitt knapp 26 Tage am Arbeitsplatz. Die Auswertung basiert auf ärztlich attestierten Diagnosen. Fachleute gehen jedoch davon aus, dass diese Zahlen das tatsächliche Ausmaß nur unvollständig abbilden. Burnout gilt weiterhin nicht als eigenständige Erkrankung und wird häufig unter anderen Diagnosecodes erfasst.

Wie verbreitet stressbedingte Erschöpfung ist, zeigt eine repräsentative Umfrage des Meinungsforschungsinstituts forsa. Mehr als die Hälfte der Erwerbstätigen gibt an, sich bei Stress erschöpft oder ausgebrannt zu fühlen. Fast alle Befragten berichten von zumindest gelegentlichen hohen Belastungen im Alltag oder im Beruf. Jede zweite Person nimmt eine Zunahme des Stresses in den vergangenen ein bis zwei Jahren wahr. Als häufige Ursache werden hohe Ansprüche an die eigene Leistung genannt.

Neben dem klassischen Burnout, der sich oft durch deutliche körperliche und psychische Symptome bemerkbar macht, rückt eine weniger auffällige Form in den Fokus. Beim sogenannten stillen Burnout bleiben Leistungsfähigkeit und äußere Stabilität lange erhalten. Die Erschöpfung entwickelt sich schleichend, Warnsignale werden übergangen oder verdrängt. Hilfe wird häufig erst gesucht, wenn die Belastung bereits erheblich ist.

Unbehandelte Erschöpfung kann weitreichende Folgen haben. Sie erhöht das Risiko für psychische Erkrankungen wie Depressionen oder Angststörungen und kann auch körperliche Beschwerden begünstigen. Hinweise sind unter anderem Schlafstörungen, Reizbarkeit, Konzentrationsprobleme oder anhaltende Überforderung.

Transparenzhinweis: Die Berichterstattung erfolgt unter Verwendung einer Pressemitteilung der KKH Kaufmännische Krankenkasse.

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