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Chancen auf sozialen Aufstieg gesunken

Die Chancen auf sozialen Aufstieg sind in Deutschland seit Jahrzehnten gesunken. Das zeigt eine neue Untersuchung des ifo Instituts, die die Einkommensentwicklung verschiedener Generationen analysiert hat.

Unter sozialer Mobilität verstehen Forscher die Möglichkeit, dass Kinder unabhängig vom Einkommen ihrer Eltern höhere Bildung und ein besseres Einkommen erreichen. Nach den Berechnungen des Instituts ist diese Mobilität seit den 1970er Jahren deutlich zurückgegangen. Besonders die Jahrgänge ab den frühen 1980er Jahren weisen geringere Aufstiegschancen auf.

Demnach hat sich der Einfluss des Elterneinkommens auf Bildung und späteres Einkommen innerhalb einer Generation verdoppelt. Wer aus einkommensstarken Familien stammt, profitiert deutlich häufiger, während Kinder aus Haushalten mit niedrigen Einkommen seltener nach oben gelangen.

Der Rückgang fällt zeitlich zusammen mit einer wachsenden Einkommensungleichheit in den 1990er- und 2000er-Jahren. Die Forscher sprechen von einer „toxischen Mischung“ für die Chancengerechtigkeit.

Im internationalen Vergleich liegt Deutschland inzwischen auf einem ähnlichen Niveau wie die USA. Frühere Untersuchungen hatten noch eine höhere Mobilität ausgewiesen. Grundlage der Studie sind Daten aus dem Sozio-oekonomischen Panel für die Geburtsjahrgänge 1968 bis 1987.

Transparenzhinweis: Die Berichterstattung erfolgt unter Verwendung einer Pressemitteilung des ifo Instituts.

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