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DAK registriert deutlich mehr Betrugsfälle

Mehr Fälle, etwas weniger Schaden: Die DAK-Gesundheit hat in den Jahren 2024 und 2025 rund 2.300 neue Fälle von möglichem Abrechnungsbetrug registriert. Das waren 30 Prozent mehr als im vorherigen Zweijahreszeitraum. Der von der Krankenkasse bezifferte Gesamtschaden sank zugleich von 17,6 auf 15,6 Millionen Euro. Insgesamt verfolgte die DAK knapp 4.900 neue und bereits bestehende Fälle – 20 Prozent mehr als 2022 und 2023. Nicht jeder Verdacht bestätigt sich allerdings. Nach Angaben der Kasse konnte bei rund 23 Prozent der abgeschlossenen Verdachtsfälle ein Fehlverhalten nachgewiesen werden.

Den größten Schaden verzeichnete die DAK bei Arznei- und Verbandmitteln. Dort summierten sich die Fälle auf 5,5 Millionen Euro. Eine wichtige Rolle spielten gefälschte Rezepte. Zwischen April 2024 und November 2025 registrierte die Kasse etwa 1.000 solcher Fälschungen mit einem Schaden von rund 1,1 Millionen Euro. Betroffen waren unter anderem hochpreisige Krebsmedikamente und sogenannte Abnehmspritzen. Fast jeder zweite bearbeitete Fall entfiel nach Angaben der DAK auf den Pflegebereich. Dort entstand ein Schaden von 3,6 Millionen Euro, davon mehr als zwei Millionen Euro in der häuslichen Krankenpflege. Bei der Verhinderungspflege stellte die Kasse unter anderem Fälle fest, in denen mehr Leistungen abgerechnet worden sein sollen, als tatsächlich erbracht wurden.

Weitere größere Schadensbereiche waren Fahrtkosten mit 1,8 Millionen Euro und Hilfsmittel mit 1,6 Millionen Euro. Nach Einschätzung des DAK-Ermittlungsteams treten zunehmend professionell organisierte Strukturen auf. Ermittlungen würden dadurch aufwendiger und langwieriger. Die Krankenkasse sieht zugleich Chancen in der Digitalisierung und fordert eine verlässliche datenschutzrechtliche Grundlage, um künstliche Intelligenz kassenübergreifend zur Aufdeckung verdächtiger Abrechnungen einsetzen zu können. Von den ermittelten Forderungen konnte die DAK nach eigenen Angaben 5,9 Millionen Euro sichern. Darin können auch Fälle enthalten sein, die bereits vor 2024 begonnen hatten.

Transparenzhinweis: Der Artikel basiert auf einer Mitteilung der DAK-Gesundheit; redaktionell bearbeitet.

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