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Ingolstadt – Wie sicher ist Europa ohne den amerikanischen Schutzschirm? Mit dieser Frage befasst sich eine Veranstaltung im Neuen Schloss.
Das Bayerische Armeemuseum und das französische Generalkonsulat in München laden für Mittwoch, 12. März 2026, um 18 Uhr zu einem Vortrag mit anschließender Diskussion ein. Der Titel: „Frankreich, Deutschland und Europa angesichts einer neuen atomaren (Un-)Ordnung“.
Seit der Entwicklung der Atombombe ist nukleare Abschreckung ein zentrales Element internationaler Beziehungen. Für Europa war sie über Jahrzehnte mit einer klaren Schutzgarantie der USA verbunden. Seit Beginn der zweiten Amtszeit des US-Präsidenten Donald Trump steht diese Verlässlichkeit jedoch verstärkt zur Diskussion.
In Berlin und Paris wird daher öffentlich über Alternativen gesprochen. Bundeskanzler Friedrich Merz und der französische Präsident Emmanuel Macron haben die Frage einer möglichen europäischen Abschreckung thematisiert. Der Vortrag soll ausloten, ob eine Erweiterung oder gar Ablösung des amerikanischen Schutzes denkbar ist – und welche Optionen realistisch erscheinen.
Referent ist Alexandre Vulic, seit 2024 französischer Generalkonsul in München. Zuvor war er unter anderem stellvertretender Generaldirektor für strategische Angelegenheiten im französischen Außenministerium sowie von 2015 bis 2020 stellvertretender Botschafter Frankreichs bei der OSZE.
Transparenzhinweis: Der Artikel basiert auf einer Mitteilung des Bayerischen Armeemuseums; redaktionell bearbeitet.