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Demokratie-Bündnis soll wieder sichtbar werden

Es wurde mit breiter Unterstützung gegründet, doch nach Ansicht der SPD ist vom Ingolstädter Bündnis für Demokratie, Vielfalt und Toleranz derzeit zu wenig zu sehen. Die Stadtratsfraktion fordert Oberbürgermeister Michael Kern (CSU) deshalb auf, den Zusammenschluss wieder stärker ins öffentliche Bewusstsein zu rücken. In einem offenen Brief schlägt die SPD drei konkrete Schritte vor: eine Medienkampagne mit Beispielen aus Ingolstadt, einen gemeinsamen Aktionstag mit Unternehmen, Kammern und Gewerkschaften sowie eine stärkere Beteiligung des Bündnisses an der „Langen Nacht der Demokratie“ am 2. Oktober. Gerade dort sieht die Fraktion eine Gelegenheit, den Zusammenschluss öffentlich stärker in Erscheinung treten zu lassen. Die vom Stadtjugendring organisierte Veranstaltung bringt bereits zahlreiche Organisationen zusammen. Das Bündnis könne dort seine breite Trägerschaft zeigen und sich mit den beteiligten Akteuren an der Gestaltung beteiligen.

Gegründet wurde das Ingolstädter Bündnis am 22. April 2024 auf Initiative des damaligen Oberbürgermeisters Christian Scharpf. Vereine, Unternehmen, Hochschulen, Kirchen und Religionsgemeinschaften, Gewerkschaften, Jugend- und Wohlfahrtsverbände sowie demokratische Parteien schlossen sich damals zusammen. Sie bekannten sich zu Demokratie, Grundrechten und Rechtsordnung sowie zu Weltoffenheit, Vielfalt und Toleranz und wandten sich gegen Hass und Hetze.

Die SPD begründet ihren Vorstoß mit einer zunehmend polarisierten gesellschaftlichen Stimmung. Gleichzeitig verweist sie darauf, dass sich in Ingolstadt bereits viele Vereine, Initiativen und Unternehmen im Sinne der Ziele des Bündnisses engagierten. Dieses Engagement solle stärker sichtbar werden. Neue Strukturen will die Fraktion dafür nicht in erster Linie schaffen. Es gehe vielmehr darum, das bestehende Bündnis „mit Leben zu füllen“ und seine gemeinsame Haltung öffentlich deutlicher zu machen.

Transparenzhinweis: Der Artikel basiert auf einer Pressemitteilung und einem offenen Brief der SPD-Stadtratsfraktion Ingolstadt; redaktionell bearbeitet.

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