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Deutschland steuert auf eine deutlich ältere Bevölkerung zu. Nach neuen Vorausberechnungen des Statistischen Bundesamts wird im Jahr 2035 bereits ein Viertel der Menschen 67 Jahre oder älter sein. 2024 traf das erst auf jede fünfte Person zu. Ursache ist der Übergang der geburtenstarken Jahrgänge in den Ruhestand..
Die Zahl der Älteren wächst in allen Szenarien bis mindestens 2038 weiter. Dann werden zwischen 20,5 und 21,3 Millionen Menschen im Rentenalter leben – bis zu 4,5 Millionen mehr als heute. Der Anteil dieser Gruppe steigt bis dahin auf 25 bis 27 Prozent. Der sogenannte Altenquotient, also die Zahl der Personen im Rentenalter pro 100 Erwerbspersonen, könnte sich langfristig deutlich erhöhen. Bis 2070 reicht die Spannbreite der Berechnungen von 43 bis 61. Im ungünstigen Fall würde sich der heutige Wert nahezu verdoppeln.
Besonders deutlich fällt das Wachstum bei den Hochaltrigen aus. Während die Zahl der über 80-Jährigen in den nächsten Jahren zunächst leicht sinkt, steigt sie ab Mitte der 2030er-Jahre spürbar an. Für 2050 erwartet das Bundesamt zwischen 8,5 und 9,8 Millionen Menschen in dieser Altersgruppe.
Gleichzeitig schrumpft die Zahl der Menschen im Erwerbsalter. 2024 gehörten ihr 51,2 Millionen Personen an. Trotz angenommener Wanderungsgewinne wird diese Gruppe bis 2070 abnehmen – je nach Szenario auf 45,3 bis 37,1 Millionen. Nur bei deutlich steigenden Geburten in Verbindung mit hoher Zuwanderung wäre der Rückgang etwas geringer.
Auch die Gesamtbevölkerung dürfte sinken. Bei moderaten Annahmen zu Geburten, Lebenserwartung und Wanderung hätte Deutschland 2070 rund 74,7 Millionen Einwohnerinnen und Einwohner. Die Spannweite der berechneten Varianten reicht von 63,9 bis 86,5 Millionen. Gegenüber früheren Vorausberechnungen fällt die erwartete Bevölkerungszahl niedriger aus, weil Geburten und Nettozuwanderung zuletzt zurückgingen.
Regional zeigen sich deutliche Unterschiede. In den westdeutschen Flächenländern bleibt die Bevölkerung langfristig nur bei hoher Zuwanderung stabil. In Ostdeutschland werden 2070 in allen Varianten weniger Menschen leben als heute – je nach Annahme 14 bis 30 Prozent weniger. Die Stadtstaaten könnten dagegen wachsen, sofern die Zuwanderung anhält; bei dauerhaft niedrigen Wanderungssalden ist auch dort ein Rückgang möglich.
Die Alterung verläuft ebenfalls regional unterschiedlich. 2024 lag der Anteil der über 67-Jährigen im Osten bei 24 Prozent, im Westen bei 20 Prozent und in den Stadtstaaten bei 17 Prozent. Bis Ende der 2030er-Jahre steigt die Zahl der Älteren in den westdeutschen Flächenländern auf etwa 16,3 Millionen. In Ostdeutschland wird der Höchststand 2038 erreicht, bevor die Zahlen wieder sinken. In den Stadtstaaten nimmt die Gruppe der Älteren dagegen bis 2070 kontinuierlich zu.
Transparenzhinweis: Die Berichterstattung erfolgt unter Verwendung einer Pressemitteilung des Statistischen Bundesamts.
