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Der Öffentliche Gesamthaushalt hat in den ersten drei Quartalen 2025 ein Finanzierungsdefizit von rund 108 Milliarden Euro verbucht. Das Minus lag damit nahezu auf dem Niveau des Vorjahreszeitraums.
Nach Angaben des Statistischen Bundesamtes standen Einnahmen von 1.490,5 Milliarden Euro Ausgaben von 1.598,0 Milliarden Euro gegenüber. Im Vergleich zum gleichen Zeitraum 2024 stiegen die Einnahmen um 6,0 Prozent, die Ausgaben um 5,6 Prozent.
Damit wuchsen die Einnahmen erneut etwas stärker als die Ausgaben. Das Ausgabenwachstum habe sich leicht abgeschwächt, reichte jedoch nicht aus, um die Finanzierungslücke zu schließen. In der Abgrenzung der Finanzstatistik wiesen alle Ebenen des Öffentlichen Gesamthaushalts ein Defizit aus.
Den größten Anteil am Gesamtminus trug wie in den Vorjahren der Bund. Zugleich verschärfte sich die Lage bei den Gemeinden weiter: Deren Finanzierungsdefizit nahm erneut zu und blieb so hoch wie noch nie. Auch Länder und Sozialversicherung schlossen die ersten drei Quartale mit einem Minus ab.
Insgesamt zeigt sich eine angespannte Finanzlage. Trotz steigender Steuereinnahmen gelingt es den öffentlichen Haushalten bislang nicht, das strukturelle Defizit spürbar zu verringern.
Transparenzhinweis: Der Artikel basiert auf einer Mitteilung des Statistischen Bundesamtes; redaktionell bearbeitet.
