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Deutschland: Hohe Angst vor Rechtsextremismus

Die Konrad-Adenauer-Stiftung hat in ihrer Studie „Einwanderungsgesellschaft im Wandel“ erstmals erhoben, wie stark verschiedene Bevölkerungsgruppen der Aussage zustimmen, der Rechtsextremismus in Deutschland mache ihnen Angst.

Für die aktuelle Untersuchung wurden Deutsche ohne und mit Migrationshintergrund sowie in Deutschland lebende Ausländerinnen und Ausländer befragt.

Unter Deutschen ohne Migrationshintergrund stimmen knapp drei Viertel der Befragten der Aussage, Rechtsextremismus in Deutschland mache ihnen Angst, völlig oder eher zu. Unter Deutschen mit Migrationshintergrund beträgt der Anteil zwei Drittel. Unter Ausländerinnen und Ausländern liegt er bei 55 Prozent; in dieser Gruppe wird die Aussage häufiger nicht beurteilt.

Die Analyse nach Herkunftsgruppen zeigt weitere Unterschiede. Unter Russlandstämmigen stimmen 68 Prozent zu, unter Türkeistämmigen 65 Prozent. Spätaussiedlerinnen und Spätaussiedler erreichen 57 Prozent Zustimmung. Unter Polenstämmigen beträgt der Wert 44 Prozent.

Auch nach Religionszugehörigkeit ergeben sich unterschiedliche Zustimmungsniveaus. Drei Viertel der Protestantinnen und Protestanten stimmen der Aussage völlig oder eher zu. Bei Katholikinnen und Katholiken liegt der Anteil bei 71 Prozent, bei konfessionslosen Personen bei 70 Prozent. Unter Musliminnen und Muslimen beträgt die Zustimmung 59 Prozent. Der niedrigste Wert findet sich unter orthodoxen Christinnen und Christen mit 49 Prozent.

Transparenzhinweis: Eigene Berichterstattung – Grundlage: Einwanderungsgesellschaft
im Wandel

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