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Deutschland: Jeder Vierte hat Einwanderungsgeschichte

Die Bevölkerung in Deutschland verschiebt sich weiter. Mehr als ein Viertel der Menschen hat inzwischen eine Einwanderungsgeschichte – und der Anteil wächst. Wie das Statistische Bundesamt mitteilt, lebten im Jahr 2025 rund 21,8 Millionen Menschen mit Einwanderungsgeschichte in Deutschland. Ihr Anteil an der Bevölkerung stieg gegenüber dem Vorjahr um 0,5 Prozentpunkte auf 26,3 Prozent.

Den größten Teil stellen Menschen, die selbst eingewandert sind. Ihre Zahl lag bei 16,4 Millionen, das entspricht 19,8 Prozent der Bevölkerung. Der Zuwachs fiel allerdings deutlich schwächer aus als in den Jahren zuvor. Weitere 5,4 Millionen Menschen sind in Deutschland geborene Kinder von zwei eingewanderten Eltern.

Parallel dazu ging die Zahl der Menschen ohne Einwanderungsgeschichte zurück. Sie lag bei 56,8 Millionen, ein Minus von 0,9 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Ohne die steigende Zahl von Menschen mit Einwanderungsgeschichte wäre der Bevölkerungsrückgang deutlich stärker ausgefallen.

Ein erheblicher Teil der Eingewanderten stammt aus wenigen Herkunftsländern. Rund 39 Prozent wurden in Polen, der Türkei, der Ukraine, Russland oder Syrien geboren.

Auffällig sind Unterschiede bei Alter und Qualifikation. Menschen mit Einwanderungsgeschichte sind im Durchschnitt deutlich jünger: Ihr Durchschnittsalter liegt bei 38,2 Jahren, während es bei der übrigen Bevölkerung 47,6 Jahre beträgt. In der Altersgruppe der 25- bis 34-Jährigen hat mehr als jede dritte Person eine Einwanderungsgeschichte, bei den über 65-Jährigen ist es nur etwa jede siebte. Bei den Bildungsabschlüssen zeigt sich ein gemischtes Bild. Unter den 25- bis 34-jährigen Eingewanderten liegt der Anteil mit akademischem Abschluss mit 33 Prozent nahezu auf dem Niveau der Gesamtbevölkerung (34 Prozent). Gleichzeitig haben 36 Prozent dieser Gruppe keinen beruflichen Abschluss und befinden sich weder in Ausbildung noch Studium – mehr als doppelt so viele wie im Durchschnitt.

Langfristig hat sich die Bevölkerungsstruktur deutlich verändert. Seit 2005 ist die Zahl der Menschen mit Einwanderungsgeschichte um rund 67 Prozent gestiegen. Ihr Anteil an der Gesamtbevölkerung erhöhte sich im gleichen Zeitraum von 16,0 auf 26,3 Prozent.

Transparenzhinweis: Der Artikel basiert auf einer Mitteilung des Statistischen Bundesamtes; redaktionell bearbeitet.

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