Anzeige

E-Autos – Deutschland über EU-Schnitt

Dänemark ist Deutschland bei der Elektromobilität weit voraus: Dort hatten 2025 mehr als zwei Drittel der neu zugelassenen Pkw einen reinen Elektroantrieb. Deutschland kommt auf 19,1 Prozent. Das liegt immerhin etwas über dem Durchschnitt der Europäischen Union.

EU-weit erreichten reine Elektroautos im vergangenen Jahr einen neuen Höchststand. 17,3 Prozent aller Pkw-Neuzulassungen entfielen auf Fahrzeuge mit reinem Elektroantrieb. Damit war gut jeder sechste neu zugelassene Wagen ein E-Auto. Zehn Jahre zuvor hatte ihr Anteil gerade einmal 0,4 Prozent betragen. Noch größer ist allerdings der Anteil der Hybridfahrzeuge. Sie machten 2025 insgesamt 42,4 Prozent der Neuzulassungen aus. Auf reine Benziner entfielen 27,3 Prozent, auf Dieselfahrzeuge 9,8 Prozent.

Wie weit die europäischen Länder bei der Elektromobilität auseinanderliegen, zeigt der Vergleich. Dänemark erreichte einen E-Auto-Anteil von 67,8 Prozent, die Niederlande 40,2 Prozent und Malta 37,6 Prozent. In Kroatien waren es dagegen nur 1,9 Prozent, in der Slowakei 4,7 und in Bulgarien 4,9 Prozent.

Noch deutlich höher ist der Anteil in Norwegen, das nicht zur Europäischen Union gehört. Dort waren 95,1 Prozent der 2025 neu zugelassenen Pkw reine Elektroautos. Als Gründe für die großen Unterschiede nennt das Statistische Bundesamt unter anderem den Ausbau der Ladeinfrastruktur sowie unterschiedliche Fördermodelle, steuerliche Vergünstigungen und Erleichterungen etwa bei Maut- oder Parkgebühren.

Deutschland fällt vor allem wegen der Größe seines Automarktes ins Gewicht. Rund 545.100 Elektroautos wurden hier 2025 neu zugelassen. Das waren 28,9 Prozent aller 1,89 Millionen E-Auto-Neuzulassungen in der EU. Frankreich folgte mit rund 330.900 Fahrzeugen und einem Anteil von 17,5 Prozent. Der Anteil reiner Elektroautos an den Neuzulassungen ist damit innerhalb eines Jahrzehnts deutlich gestiegen. Wie groß ihre Bedeutung inzwischen ist, unterscheidet sich von Land zu Land allerdings erheblich.

Transparenzhinweis: Der Artikel basiert auf einer Mitteilung des Statistischen Bundesamtes; redaktionell bearbeitet.

Diesen Beitrag teilen