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Ein paar Zahlen zur #KlimaWahl

Ein paar Zahlen zur #KlimaWahl

O-T(h)öne gibt Fraktionen und Gruppierungen im Ingolstädter Stadtrat, sowie ausgewählten Personen des gesellschaftlichen Lebens und aus dem journalistischen Bereich, in der Rubrik "Aus fremder Feder", die Möglichkeit eines Gastkommentars zur Ingolstädter Kommunalpolitik. Das Thema ist durch den Gastkommentator frei wählbar, ebenso die Länge des Textes. Die Verantwortung für den Inhalt dieser Veröffentlichung trägt allein der Verfasser des Gastkommentars.

Gastkommentar von Markus Holdreich, Fridays for Future Ingolstadt

36,6 Gigatonnen

So viel CO2 hat die Menschheit im Jahr 2018 verursacht, womit die weltweiten Emissionen noch einmal 2,1 % höher lagen als im Jahr davor.

11 Tonnen

Für eine solche Menge CO2 war 2017 eine durchschnittliche deutsche Person nach dem Konsumprinzip verantwortlich. Der weltweite Durchschnitt beträgt 4,7 Tonnen, Deutschland ist also eines der größten Verursacherländer.

71 Megatonnen

Um diesen Betrag an CO2 wird Deutschland seine Klimaschutzziele bis zum Jahr 2030 nach Berechnungen des Umweltbundesamts verfehlen, selbst wenn alle bisher beschlossenen Maßnahmen in Gänze umgesetzt werden.

37,8%

Das ist der Anteil, den Strom aus erneuerbaren Energien im Jahr 2018 im deutschen Stromnetz hatte. Der Rest des Strombedarfs wird noch immer größtenteils durch Kohlekraftwerke gedeckt. Dabei ist die Energiewirtschaft der mit Abstand größte CO2-Emittent in Deutschland; sie verursachte 2018 295 Megatonnen CO2-Äquivalent, das entspricht 34 % der deutschen Gesamtemissionen.

6

Gerade einmal so viele Windkraftanlagen gingen in Bayern 2019 neu in Betrieb. Dabei ließen sich mit jedem neu gebauten Windrad des geläufigen Typs E-115 selbst an schlecht geeigneten Orten jährlich 3,6 Kilotonnen CO2 einsparen.

79,1%

So groß war 2018 der Anteil an Wegstrecken, die im Personenverkehr in Deutschland mit dem Auto / Motorrad zurückgelegt wurden, dazu kommen 5,9 % im Flugverkehr. Demgegenüber stehen verhältnismäßig kleine Anteile von 6,7 und 8,3 % für die öffentlichen Straßen- bzw. Schienenverkehrsmittel. Mit 164 Megatonnen CO2-Äquivalent wird der Verkehrssektor so zum drittgrößten CO2-Verursacher in Deutschland.

2,6 Megatonnen

Eine solche Menge an CO2 ließe sich durch ein Tempolimit von 120 km/h auf deutschen Autobahnen einsparen, durch eine Geschwindigkeitsbeschränkung auf maximal 100 km/h, wie sie in den Niederlanden derzeit praktiziert wird, sogar mehr als das Doppelte (5,4 Megatonnen). Außerdem würde diese Maßnahme den Steuerzahler absolut nichts kosten. In Zahlen: 0 Euro. Trotzdem hat die CSU kürzlich in einer groß angelegten Internetkampagne Stimmen gegen ein allgemeines Tempolimit auf Autobahnen gesammelt.

1,1 Grad

Um diesen Wert hat sich das Klima im Vergleich zur vorindustriellen Zeit schon erwärmt. Ab einer Erwärmung um 1,5 Grad droht ein Szenario, in dem die Klimaerwärmung durch Rückkopplungseffekte nicht mehr aufzuhalten wäre. Aktuelle Prognosen sehen bis zum Ende des Jahrhunderts allerdings ein um 3,4 Grad erwärmtes Klima voraus.

50%

So stark sind die Niederschlagsmengen in manchen Regionen Afrikas bereits gesunken, was in diesen Teilen der Welt zu extremer Ressourcenknappheit und Hungersnöten führt.

180 Millionen

So viele Menschen wohnen weltweit an Orten, die durch einen Anstieg des Meeresspiegels um einen Meter unbewohnbar würden.

5000

Um diesen Wert wird die Anzahl der jährlichen Hitzetoten in Deutschland bis zur Mitte des Jahrhunderts im Vergleich zu heute gestiegen sein. Der Grund dafür ist das immer häufigere Auftreten von Tagen mit Temperaturhöchstwerten über 30 Grad. Schon jetzt zeigt sich dieses Phänomen: durchschnittlich 10,97 solcher besonders heißer Tage pro Jahr gab es in den letzten 10 Jahren, das sind mehr als dreimal so viele wie noch in den Jahren 1951-1960 mit einem Durchschnitt von 3,54 Hitzetagen pro Jahr.

7 Jahre, 9 Monate

Das ist die Zeit, die uns noch bleibt, bis wir mit unserem jetzigen jährlichen Ausstoß an Treibhausgasen unser verbleibendes CO2-Budget verbraucht und damit auch die Chance auf eine Einhaltung des 1,5-Grad-Ziels vergeben haben.

6 Jahre

So lange behält der Stadtrat, den Sie am Sonntag wählen dürfen, sein Mandat. Die kommende Legislaturperiode ist also entscheidend für das Wohl des Klimas, denn nicht nur auf bundespolitischer oder internationaler Ebene kann man in dieser Angelegenheit etwas bewirken, sondern auch in Städten und Kommunen, z.B. durch eine klimapolitische Ausrichtung bei den Themen Energie und Verkehr (siehe oben) oder Bau (Stichworte: Flächenversiegelung, energieeffizientes Heizen, CO2-Fußabdruck von Beton).

5 Minuten

Wesentlich länger als das werden Sie trotz des komplizierten Wahlsystems nicht brauchen, um ihren Wahlzettel auszufüllen. Und trotzdem kann Ihre Stimme so viel bewirken! Also gehen Sie am Sonntag wählen, geben Sie dem Klima eine Stimme (oder am besten alle 50) und machen Sie diese Wahl zu einer #KlimaWahl!

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