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Einen Fehler begangen und Größe gezeigt

Einen Fehler begangen und Größe gezeigt

Ein politischer Kommentar von Thomas Thöne

Hat Hans Achhammer einen Fehler mit seinem umstrittenen Facebook-Posting begangen? Ja! Hier fängt es an, politisch interessant zu werden.

Im Gegensatz zu so manchem Bundes-, Landes- oder auch Kommunalpolitiker, hat der CSU-Stadtrat nicht gezögert zu handeln, als ihm sein Fehlverhalten bewusst wurde. Kurz nach der Medienanfrage, die O-T(h)öne Stadtrat Achhammer, um 6:42 Uhr am heutigen Tag, zu seinem Posting zusendete, löschte er dieses und ersetzte es durch eine Entschuldigung.

Hans Achhammer taktierte nicht, er setzte nicht auf abwarten und aussitzen. Nein, er handelte mit seiner öffentlichen Entschuldigung über Facebook. Damit nicht genug, Achhammer rief den SPD-OB-Kandidaten Dr. Christian Scharpf an und entschuldigte sich. Eine Entschuldigung also nicht per Mail oder SMS, nein direkt am Telefon. Ferner entschuldigte sich der CSU-Stadtrat bei dem Ingolstädter Oberbürgermeister, den er in der heißen Phase des Wahlkampfes mit seinem Posting in eine missliche Situation gebracht hat. Letztendlich beantwortete Achhammer auch persönlich die Medienanfrage.

Dieses Eingestehen eines Fehlers, durch Achhammer, gilt es zu akzeptieren und zu respektieren. Besonders in einer Zeit, in der so mancher Politiker kaum noch dazu in der Lage ist und sich in Ausreden flüchtet. Der CSU-Stadtrat hat damit auch zur Schadensminimierung beigetragen, was für die anstehende Kommunalwahl für die Ingolstädter CSU enorm wichtig ist.

CSU-Stadtrat Hans Achhammer hat einen Fehler gemacht, diesen eingestanden und sich entschuldigt. Dabei sollte man es dann auch politisch bewenden lassen, zumal Achhammer als Stadtrat während seiner ganzen Amtszeit weder als politischer Hardliner noch als politisch radikal aufgefallen ist. Wer jetzt meint, nach Achhammers Entschuldigung, noch politischen Honig aus dem umstrittenen Posting saugen zu müssen, sollte aufpassen, dass der Schuss, wie bei Achhammer, nicht nach hinten losgeht.

Der CSU-Kreisvorsitzende, Alfred Grob, ist gerade nicht zu beneiden, was er derzeit so alles erklären muss und dies in der heißen Wahlkampfphase. Er macht das gradlinig, offen und klar. Dabei behandelt er alle Medienvertreter gleich und steht Rede und Antwort. Dies auch bei unangenehmen Fragen. Daran sollte sich mancher in der Ingolstädter CSU, auch Mandatsträger, ein Beispiel nehmen.

Die CSU kann froh und dankbar sein, Grob als Frontmann zu haben. Hoffentlich behält er dieses offene und kommunikative Handeln und Auftreten.

Was am aktuellen Vorgang wieder zu erkennen ist – die Dynamik und die Schnelligkeit in sozialen Netzwerken ist enorm. Deshalb heißt es nicht umsonst: Erst denken – dann posten! Denn: Schlimmer geht immer!

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