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Erste Stadtratssitzung vorbei – und wieder neue Fraktionsstärken

Gestern raus. Heute wieder rein. Felix Wachter ist nach Angaben der Stadt Ingolstadt wieder Mitglied der AfD-Stadtratsfraktion. Die SPD war damit nur kurz allein zweitstärkste Fraktion. Jetzt liegt sie wieder gleichauf mit der AfD. Das war ein kurzer Ausflug in die Parteilosigkeit.

Am Montag hatte Stadtsprecher Michael Klarner auf Anfrage von O-T(h)öne bestätigt, dass Stadtrat Felix Wachter gegenüber der Stadtverwaltung angezeigt habe, sein Mandat künftig als Parteiloser auszuüben. Wachter hatte damit die AfD-Fraktion verlassen. Später informierte die Stadt auch per Pressemitteilung über die Veränderung.

Heute nun die Rolle rückwärts. In Fortschreibung der Mitteilung vom Vortag teilte Klarner mit, Wachter und die AfD-Stadtratsfraktion hätten gegenüber der Stadt übereinstimmend erklärt, dass Wachter wieder Mitglied der AfD-Fraktion sei.

Damit ist die Fraktionslage wieder verändert. Durch den Wechsel Dorothea Deneke-Stolls von der CSU zur SPD war die SPD auf acht Sitze angewachsen. Durch Wachters Austritt aus der AfD-Fraktion lag die SPD zwischenzeitlich allein auf Rang zwei im neuen Stadtrat. Das galt nur kurz. Jetzt hat auch die AfD-Fraktion wieder acht Mitglieder. SPD und AfD liegen damit wieder gleichauf. Allerdings bildet diese neue Fraktionslage weiterhin nicht mehr das Ergebnis der Kommunalwahl ab. Denn die SPD kam nur durch Deneke-Stolls Wechsel auf acht Sitze.

Politisch bleibt der Vorgang bemerkenswert. Erst Austritt. Dann Rückkehr. Alles rund um die konstituierende Sitzung. In einer Woche, in der sich in Ingolstadts Kommunalpolitik ohnehin vieles dreht, liefert auch dieser Vorgang ein passendes Bild: Nichts bleibt lange stabil. Die Frage bleibt: Was war da los?


Transparenzhinweis: Eigene Berichterstattung auf Grundlage einer aktuellen Mitteilung der Stadt Ingolstadt.

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