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Fachkräfte fehlen – vor allem im Dienstleistungssektor

Immer mehr Unternehmen in Deutschland sehen sich mit einem Mangel an qualifizierten Arbeitskräften konfrontiert. In der jüngsten Konjunkturumfrage des Münchner ifo Instituts gaben 28,1 Prozent der Firmen an, nicht genügend Fachkräfte zu finden. Im April waren es noch 27,2 Prozent.

Besonders deutlich zeigt sich das Problem im Dienstleistungssektor. Dort meldeten zuletzt 33,7 Prozent der Betriebe Engpässe, ein leichter Anstieg gegenüber April. In der Logistikbranche liegt der Anteil mit 51,3 Prozent noch deutlich höher. Bei Rechts- und Steuerberatern sowie in der Wirtschaftsprüfung berichten sogar fast drei Viertel der Unternehmen von Schwierigkeiten. Dagegen entspannt sich die Lage bei IT-Dienstleistern: Nur noch 21,3 Prozent nennen Engpässe, vor zwei Jahren war es rund die Hälfte.

In der Industrie stieg der Anteil der betroffenen Unternehmen von 17,9 auf 19,3 Prozent. Besonders ausgeprägt ist der Mangel in der Nahrungsmittelindustrie, bei Metallerzeugnissen und im Maschinenbau. Im Automobilsektor hingegen hat sich die Lage verbessert: Dort sank der Wert von 20,9 auf 14,5 Prozent.

Auch im Handel bleibt die Fachkräftesuche schwierig. Im Einzelhandel berichten 25,3 Prozent der Unternehmen von Problemen, im Großhandel 23,3 Prozent. Im Bauhauptgewerbe hat sich die Situation zuletzt sogar verschärft: 28,3 Prozent der Betriebe klagen über Engpässe.

ifo-Forscher Klaus Wohlrabe spricht von einer anhaltenden Herausforderung. „Der Fachkräftemangel hat leicht zugenommen – und das trotz einer schwachen Konjunktur“, sagte er. Langfristig werde sich die Lage weiter zuspitzen, der demografische Wandel lasse daran keinen Zweifel.

Transparenzhinweis: Die Berichterstattung erfolgt unter Verwendung einer Pressemitteilung des ifo Instituts.

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