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Fachkräftemangel zieht wieder an

Der Fachkräftemangel in Deutschland nimmt wieder zu – liegt aber weiterhin deutlich unter seinem langfristigen Durchschnitt. Im Juli gaben 23,2 Prozent der Unternehmen an, dass ihnen qualifizierte Arbeitskräfte fehlen. Im April waren es 21,1 Prozent.

Das geht aus einer aktuellen Erhebung des ifo Instituts hervor. Der langfristige Durchschnitt liegt bei 31,7 Prozent. Nach Einschätzung des Instituts hält die schwache Konjunktur den Bedarf an Fachkräften derzeit noch in Grenzen. Mit einer stärkeren wirtschaftlichen Erholung dürfte der Mangel wieder deutlicher zunehmen.

Besonders hoch ist der Anteil in einzelnen Dienstleistungsbranchen. In der Rechts- und Steuerberatung sowie der Wirtschaftsprüfung meldeten 64,7 Prozent der Unternehmen fehlende Fachkräfte, nach 52,4 Prozent im April. In der Telekommunikation stieg der Anteil von 16,3 auf 31,1 Prozent – der höchste Wert seit Oktober 2023. Im Dienstleistungssektor insgesamt blieb der Anteil mit 25,7 Prozent nahezu unverändert. Im Handel lag er bei 16,2 Prozent. Auch in der Industrie nahm der Fachkräftemangel zu. Dort meldeten 18,7 Prozent der Unternehmen fehlende Fachkräfte, 4,5 Prozentpunkte mehr als im April. In der Papierindustrie lag der Anteil bei 35 Prozent. Im Bauhauptgewerbe berichteten 32,6 Prozent der Unternehmen von Fachkräftemangel.

ifo-Forscherin Daria Schaller weist darauf hin, dass mehr Arbeitslose nicht automatisch mehr verfügbare Fachkräfte bedeuten. Entscheidend sei, ob Qualifikation und Anforderungen der offenen Stellen zusammenpassen.

Transparenzhinweis: Der Artikel basiert auf einer Mitteilung des ifo Instituts; redaktionell bearbeitet.

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