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Falsche Polizisten, echte Festnahmen

Nach einem Betrugsfall in Gaimersheim hat die Kriminalpolizei zwei Verdächtige festgenommen. Am 25. Juli hatte ein 82-jähriger Mann Goldmünzen im Wert von 5.000 Euro an einen angeblichen Kriminalbeamten übergeben. Zuvor war er telefonisch von einer Frau kontaktiert worden, die sich als Polizistin ausgab. Sie behauptete, ein Bandenmitglied habe ausgesagt, dass der Mann Wertgegenstände zu Hause aufbewahre.

Das Gespräch wurde an einen angeblichen Vorgesetzten weitergeleitet. Kurz darauf erschien ein Mann an der Haustür. Nachdem er die Münzen in Augenschein genommen hatte, wurde die Ehefrau des Seniors misstrauisch und verständigte die Polizei. Der Täter verschwand mit der Beute – laut eigener Aussage, um sie zu fotografieren.

Hinweise von Nachbarn führten die Ermittler zu einem Fahrzeug, das zur Tatzeit in der Nähe geparkt war. Es handelte sich um ein Mietfahrzeug. Bei der Rückgabe am 28. Juli wurde ein 41-jähriger Mann festgenommen. Er lebt in Bielefeld und ist türkischer Staatsangehöriger. Die Polizei vermutet, dass er auch in einen Betrugsfall in Nürnberg verwickelt ist. Dort entstand ein Schaden von mehr als 100.000 Euro.

Am 31. Juli wurde ein zweiter Verdächtiger festgenommen – ein 17-Jähriger, ebenfalls aus Bielefeld. Gegen beide wurde Haftbefehl erlassen.

Transparenzhinweis: Die Berichterstattung erfolgt unter Verwendung einer Pressemitteilung der Polizei.

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