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Auf der Beilngrieser Straße hält der Asphalt kaum noch zusammen. Zwischen Schneller Weg und Weckenweg schreiten die Schäden nach Einschätzung der Stadt so schnell voran, dass der laufende Unterhalt die Verkehrssicherheit nicht mehr dauerhaft gewährleisten kann. Ohne eine neue Deckschicht drohen kurzfristig gesperrte Fahrstreifen, im äußersten Fall sogar eine vollständige Sperrung.
Für den Straßenunterhalt benötigt das Tiefbauamt deshalb weitere 496.127,76 Euro. Das Geld ist für den gesamten Bereich Unterhalt und Pflege der Straßen vorgesehen, soll aber vor allem die dringende Übergangsmaßnahme an der Beilngrieser Straße absichern. Der Finanzausschuss wird darüber aus Gründen der Transparenz in seiner morgigen Sitzung in Kenntnis gesetzt. Eine Abstimmung ist nicht vorgesehen.
Die zusätzliche Ausgabe kommt zu einem Zeitpunkt, an dem Ingolstadt jeden finanziellen Spielraum sucht. Die Stadt hat weiterhin keinen vollziehbaren Haushalt und darf nur Ausgaben leisten, die zwingend erforderlich sind. Die Arbeiten an der Beilngrieser Straße stuft die Verwaltung als dringend und unabweisbar ein.
Der dort verwendete lärmmindernde Asphalt stammt aus einem Programm, das 2010 begonnen wurde. Rund 42 Kilometer besonders belasteter Hauptverkehrsstraßen erhielten damals und in den folgenden Jahren einen solchen Belag. Auf vielen Abschnitten ist dessen erwartete Lebensdauer inzwischen überschritten. Der Asphalt verliert großflächig Körner, die Befahrbarkeit verschlechtert sich und der Reparaturaufwand steigt.
Besonders weit fortgeschritten sind die Schäden auf der Beilngrieser Straße. Das Bitumen sei inzwischen so stark versprödet, dass sich die Auflösung des Belags nicht mehr stoppen lasse, heißt es in der Sitzungsvorlage. Weil innerhalb kurzer Zeit immer neue Schäden auftreten, reicht das Ausbessern einzelner Stellen nicht mehr aus. Die Deckschicht soll erneuert werden.
Für Unterhalt und Pflege der Straßen waren im Haushaltsentwurf 2026 insgesamt 3,25 Millionen Euro vorgesehen. Bis zum 7. Juli wurden davon knapp 465.000 Euro ausgegeben, weitere rund 899.000 Euro sind bereits durch Aufträge gebunden. Verfügbar sind damit noch knapp 1,89 Millionen Euro.
Bis zum Jahresende rechnet das Tiefbauamt jedoch mit Ausgaben von weiteren 2,38 Millionen Euro. Die fehlenden knapp 496.000 Euro sollen durch Mehreinnahmen aus Gutschriften und Rückzahlungen früherer Jahre gedeckt werden. Weil über- und außerplanmäßige Ausgaben in der haushaltslosen Zeit ausgeschlossen sind, wickelt die Stadt den Mehrbedarf über eine Mittelumsetzung ab.
Transparenzhinweis: Eigene Berichterstattung.