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Fast jeder fünfte Mensch im Ruhestand ab 65 Jahren ist in Deutschland armutsgefährdet. 2025 lag die Quote bei 18,9 Prozent. In der Gesamtbevölkerung waren es 16,1 Prozent.
Das zeigen neue Daten des Statistischen Bundesamts. Auffällig ist, wie wenig sich Ost und West beim Armutsrisiko älterer Ruheständler unterscheiden: In den östlichen Bundesländern einschließlich Berlin lag die Quote bei 18,5 Prozent, im Westen bei 19,0 Prozent.
Bei den Einkommen besteht dagegen weiterhin ein Unterschied. Haushalte, in denen ausschließlich Rentner und Pensionäre ab 65 Jahren leben, verfügten 2025 bundesweit über ein mittleres Netto-Haushaltseinkommen von 2.330 Euro im Monat. Im Osten waren es 2.270 Euro, im Westen 2.350 Euro.
Dabei handelt es sich um den Median. Die eine Hälfte der betrachteten Haushalte hat mehr, die andere weniger Einkommen zur Verfügung. Insgesamt lebten rund 13,6 Millionen Menschen in solchen Haushalten – 10,5 Millionen im Westen und 3,1 Millionen im Osten.
Noch deutlicher unterscheiden sich die Einkommensquellen. Im Osten stammen durchschnittlich 96 Prozent des Einkommens aus Renten und Pensionen, im Westen 92 Prozent. Einnahmen aus Vermögen wie Mieten oder Kapitalerträgen machen im Osten lediglich ein Prozent aus, im Westen gut vier Prozent. Transferleistungen wie die Grundsicherung im Alter tragen jeweils rund zwei Prozent bei, Erwerbseinkommen etwa ein Prozent.
Auch beim Wohnen bleibt die Teilung sichtbar. Bundesweit leben 57 Prozent der Ruheständler ab 65 Jahren im Eigentum, 43 Prozent zur Miete. Im Westen wohnen 61 Prozent im eigenen Haus oder in der eigenen Wohnung. Im Osten lebt dagegen mit 56 Prozent die Mehrheit zur Miete. Selbst genutztes Immobilieneigentum fließt in diese Einkommensstatistik nicht ein, solange daraus keine Miet- oder Kapitalerträge entstehen. Als armutsgefährdet gilt nach der EU-Definition, wer über weniger als 60 Prozent des mittleren Äquivalenzeinkommens der Gesamtbevölkerung verfügt.
Transparenzhinweis: Der Artikel basiert auf einer Mitteilung des Statistischen Bundesamts (Destatis); redaktionell bearbeitet.