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Die Ingolstädter CSU hat wie berichtet beschlossen, die beabsichtigte Klinikfusion des Ingolstädter Klinikums und der landkreiseigenen Krankenhäuser in der Region nicht weiter zu verfolgen.
Das Nachrichtenportal O-T(h)öne hat dazu den Sprecher der FDP-Stadtratsgruppe, Jakob Schäuble, der auch Aufsichtsrat des Ingolstädter Klinikums ist, per Mail angefragt.
Die Antworten dokumentieren wir ungekürzt und unredigiert:
Gesamtbewertung: Wie bewerten Sie die Pressemitteilung der CSU in ihrer Gesamtheit?
FDP: Wir haben es mit Erstaunen zur Kenntnis genommen.
PwC-Gutachten: Das von den Kommunen gemeinsam beauftragte Strukturgutachten zur Gesundheitsversorgung soll nach den Aussagen der CSU „nicht weiterverfolgt“ werden. Wie beurteilen Sie diese Absage?
FDP: Wir haben aktuell für sehr viel Geld ein weiteres Gutachten in Auftrag gegeben. Jetzt Schlüsse zu ziehen, bevor die Ergebnisse vorliegen, erscheint uns nicht sinnvoll.
Vier Ziele: Halten Sie die von der CSU formulierten vier Punkte (24/7-Notfallversorgung, Ausbau zum Maximalversorger, gleichzeitige Defizitreduzierung, Erhalt der Maul-Klinik) für realistisch und miteinander vereinbar?
FDP: Wir haben eine 24/7 Notaufnahme am Klinikum Ingolstadt. Selbstverständlich arbeiten wir immer daran, die Versorgung noch weiter zu verbessern. Die genaue Zielsetzung der CSU ist aus der Formulierung nicht zu entnehmen. Aus unserer Sicht muss nun besonnen ein Konzept gefunden werden, denn die Gesundheitsversorgung ist mehr als nur Wahlkampfthema.
Folgen für die Region: Welche Auswirkungen hätte eine Abkehr vom PwC-Gutachten Ihrer Einschätzung nach für die Landkreise, die Kliniken und die geplante regionale Strategie?
FDP: Das erste Gutachten war nur ein grobes Konzept. Deswegen wurde ein sehr teures und umfangreiches Folgegutachten in Auftrag gegeben. Um seriös zu handeln, müssen diese Ergebnisse abgewartet werden.
Eigene Schwerpunkte: Welche Schwerpunkte setzen Sie selbst für die Gesundheitsversorgung in Ingolstadt und der Region – insbesondere im Hinblick auf die Notfallversorgung, das Klinikum Ingolstadt und die Zukunft der Maul-Klinik?
FDP: Es geht nicht um eigene Schwerpunkte, es geht um die fachgerechte und leistungsfähige Versorgung Ingolstadts im Bereich der Gesundheit. Dazu braucht es nun intensive Gespräche mit allen Beteiligten.
Transparenzhinweis: Eigene Berichterstattung.
