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Blumen, Schmuck, neue Geräte: In manchen Beziehungen sind Geschenke Teil eines Systems. Mit einer Ausstellung über Konsum in toxischen Partnerschaften startet am Donnerstag, 26. Februar, um 20 Uhr das FEM*FESTIVAL in Ingolstadt. Die Städtische Galerie im Theater zeigt zum Auftakt die Schau „Nothing I ever wanted“ von Belia Brückner.
Die Künstlerin richtet den Blick auf Entschuldigungsgeschenke als Mittel der Beschwichtigung. Konsum erscheint darin als Versuch, Schuld auszugleichen. Sichtbar wird ein Kreislauf aus Konflikt und Kauf, der Abhängigkeiten stabilisiert. Das vermeintlich Private folgt einer wiederkehrenden Struktur.
Die Vernissage wird von einem Sisterhood-DJ-Set mit Sängerinnen aus Hip-Hop, Jazz und World Music begleitet, die Einnahmen gehen an Wirbelwind e. V. Die Ausstellung ist bis 15. März zu sehen, jeweils von Donnerstag bis Sonntag, 12 bis 18 Uhr. Der Eintritt ist frei.
Brückner, geboren in Mönchengladbach, studierte zeitbezogene Medien an der HFBK Hamburg und an der Goldsmiths University in London. Ihre Arbeiten wurden unter anderem mit dem Karl H. Ditze Preis und dem Max Ernst Preis ausgezeichnet und in Hamburg, Berlin, Prag und London gezeigt. Von 2023 bis 2024 erhielt sie ein Nachwuchsstipendium der Hamburger Kultusstiftung, derzeit nimmt sie am Berlin Programm for Artists teil.
Im weiteren Verlauf des Festivals stehen Workshops, Lesungen und Diskussionen auf dem Programm. Am 28. Februar lädt Leni Brem-Keil zu einem Workshop „Feministisches Schreiben“ ein. Am 1. März liest Sophia Fritz in der Harderbastei aus „Toxische Weiblichkeit“, anschließend ist ein Gespräch geplant.
Am 3. März folgt im Studio im Herzogskasten die Solo-Performance „Yoldaş – Frauen, die einander halten“. Einen Tag später spricht Emilia Roig im Reimanns über ihr Plädoyer gegen die Ehe als Befreiungsversprechen.
Ergänzt wird das Festival durch thematische Stadtführungen. Am 27. Februar beginnt „Geschichte mit Genuss Women exclusive“ am Alten Rathaus. Am 28. Februar steht eine Führung durch das Geburtshaus von Marieluise Fleißer auf dem Programm. Karten gibt es über die Theaterkasse und online, weitere Informationen stellt das Kulturamt Ingolstadt bereit.
Transparenzhinweis: Der Artikel basiert auf einer Mitteilung der Stadt Ingolstadt; redaktionell bearbeitet.