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Festnahmen im Umfeld von „Reichsbürger“-Gruppe

Im Zusammenhang mit der mutmaßlich terroristischen Vereinigung rund um Heinrich XIII. Prinz Reuß haben Ermittler am Donnerstag drei Personen festgenommen. Grundlage waren Haftbefehle des Oberlandesgerichts München. Zeitgleich wurden acht Objekte in Bayern, Sachsen und Thüringen durchsucht.

Die Beschuldigten – fünf Männer und eine Frau im Alter zwischen 40 und 61 Jahren – sollen zur Gruppierung um Reuß gehören oder diese unterstützt haben. Die Generalstaatsanwaltschaft München wirft ihnen vor, an einem Schießtraining im April 2022 auf einem ehemaligen Bundeswehrgelände bei Bayreuth teilgenommen zu haben. Ziel des Trainings soll laut Ermittlungen ein möglicher Angriff auf den Deutschen Bundestag gewesen sein.

Gegen drei Männer lag bereits im Vorfeld ein Haftbefehl wegen des Verdachts der Mitgliedschaft in einer terroristischen Vereinigung und der Vorbereitung eines hochverräterischen Unternehmens vor. Die Maßnahmen stützen sich auf Ermittlungen der Bayerischen Zentralstelle zur Bekämpfung von Extremismus und Terrorismus (ZET) sowie des Bayerischen Landeskriminalamts.

Durchsucht wurden vier Objekte in Bayern, drei in Sachsen und eines in Thüringen – teils auch bei unbeteiligten Dritten. Involviert waren rund 300 Einsatzkräfte, darunter Spezialeinheiten und Ermittler aus mehreren Bundesländern. Sichergestellt wurden unter anderem Datenträger und waffenrechtlich relevante Gegenstände.

Die Festnahmen stehen in Zusammenhang mit der Großrazzia vom Dezember 2022, bei der bundesweit führende Mitglieder der Gruppierung um Reuß festgenommen wurden. Die Ermittlungen laufen weiter. Angaben zu weiteren Details machten die Behörden mit Verweis auf das laufende Verfahren nicht.

Transparenzhinweis: Die Berichterstattung erfolgt unter Verwendung einer Pressemitteilung des LKA Bayern.

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