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Festnahmen wegen IS-Verdachts in Bayern

Zehn Jahre nach den mutmaßlichen Taten haben Ermittler in Traunreut und Weiden zwei Männer festgenommen. Sie sollen sich 2016 dem „Islamischen Staat“ angeschlossen und für die Terrororganisation gearbeitet haben. Beide sitzen in Untersuchungshaft.

Der 28-Jährige wurde am 23. Juli in Traunreut festgenommen, der 46-Jährige fünf Tage später in Weiden. Die Verfahren werden getrennt geführt. Zuständig sind das Bayerische Landeskriminalamt und die Zentralstelle zur Bekämpfung von Extremismus und Terrorismus bei der Generalstaatsanwaltschaft München.

Nach dem Stand der Ermittlungen sollen sich beide Männer spätestens im Frühjahr 2016 dem IS angeschlossen haben. Der in Traunreut Festgenommene soll zwischen Januar und September 2016 verschiedenen Kampfeinheiten im Irak und in Syrien angehört haben.

Dem Beschuldigten aus Weiden wird vorgeworfen, von Februar bis Juli 2016 unter anderem für die sogenannte IS-Polizei und in mehreren Kampfeinheiten tätig gewesen zu sein. Beide sollen dafür monatliche Zahlungen erhalten haben.

Auf ihre Spur kamen die Ermittler nach eigenen Angaben durch eine Mitgliederliste des IS und weitere Verzeichnisse. Darin fanden sich Datensätze zu beiden Männern. Einen direkten Zusammenhang zwischen den Fällen sehen die Behörden bislang nicht.

Die Haftbefehle erließ ein Ermittlungsrichter des Oberlandesgerichts München. Sie wurden jeweils am Tag der Festnahme eröffnet und in Vollzug gesetzt. Wegen der laufenden Ermittlungen machen die Behörden keine weiteren Angaben. Für beide Beschuldigten gilt die Unschuldsvermutung.

Transparenzhinweis: Der Artikel basiert auf einer gemeinsamen Mitteilung der Generalstaatsanwaltschaft München und des Bayerischen Landeskriminalamts; redaktionell bearbeitet.

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