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Die Stadt Ingolstadt wird bei der Betriebsumlage fürs Klinikum für das Geschäftsjahr 2025 deutlich entlastet. Dies ist aber kein dauerhafter Effekt. Der niedrigere Verlust der Klinikum Ingolstadt GmbH im vergangenen Jahr beruht weitgehend auf Einmaleffekten, darunter zusätzliche Pflegebudgetausgleiche und Rückstellungsauflösungen.
Über die Entlastung hatte O-T(h)öne bereits aus dem Ausschuss für Finanzen und Personal berichtet. Dort war im Finanzlagebericht von Finanzreferent Franz Fleckinger von rund 13 Millionen Euro weniger Defizitausgleich die Rede gewesen. Offen war, worauf dieser Effekt konkret zurückgeht und ob es bereits eine aktualisierte Einschätzung für 2026 gibt. Dazu hatte O-T(h)öne bei der Stadt nachgefragt.
Nach Angaben der Stadt fiel der Jahresverlust der Klinikum Ingolstadt GmbH im Geschäftsjahr 2025 mit 7,9 Millionen Euro deutlich niedriger aus als ursprünglich geplant. Vorgesehen war demnach ein Verlust von 25,5 Millionen Euro. Die Ergebnisverbesserung beträgt damit 17,6 Millionen Euro.
Die Stadt verweist dabei ausdrücklich auf besondere Effekte. Der geringere Verlust beruhe „weitgehend auf Einmaleffekten aufgrund von zusätzlichen Pflegebudgetausgleichen sowie Rückstellungsauflösungen“, teilte sie auf Anfrage mit. Eine nähere Aufteilung, welcher Betrag jeweils auf die Pflegebudgetausgleiche und welcher auf die Rückstellungsauflösungen entfällt, enthielt die Antwort nicht.
Für die Stadt kommt dieser Effekt in der aktuellen Finanzkrise zur rechten Zeit. Sie verbessern das ausgewiesene Ergebnis und senken damit auch die Umlage, die von der Stadt zu tragen ist.
An der Ergebnisverbesserung ist neben der Stadt Ingolstadt auch der Bezirk Oberbayern beteiligt. Die Stadt verweist auf einen Anteil von 76,6 Prozent für Ingolstadt und 23,4 Prozent für den Bezirk. Für Ingolstadt bedeute das „rund 13 Mio. EUR weniger Betriebsumlage“, heißt es in der Antwort.
Für 2026 zeichnet die Stadt dagegen ein anderes Bild. In der Hochrechnung weist die Klinikum Ingolstadt GmbH nach der Ausgliederung und Übertragung der Psychiatrie auf den Bezirk Oberbayern einen Verlust von rund 24 Millionen Euro aus. Dieser wäre nach Angaben der Stadt allein von Ingolstadt zu tragen.
Vergleichbare positive Effekte wie 2025 erwartet die Stadt nicht. „Vergleichbare positive Effekte wie in 2025 werden nicht eintreten“, teilte sie mit. Vielmehr wirkten Kostensteigerungen, „die nicht über die Entgelte und Budgets der Krankenkassen refinanziert werden“.
Damit wird aus der Entlastung kein dauerhafter Spielraum im Stadthaushalt. Die niedrigere Betriebsumlage hilft in der aktuellen Lage, beruht nach Auskunft der Stadt aber auf Effekten, die sich 2026 nicht wiederholen sollen. Nach der aktuellen Hochrechnung müsste Ingolstadt im kommenden Jahr somit wieder einen Verlust in zweistelliger Millionenhöhe tragen.
Transparenzhinweis: Eigene Berichterstattung.