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Firmen skeptisch bei Teilkrankschreibung

Ein bisschen krank, ein bisschen arbeitsfähig: Bei länger dauernden Erkrankungen soll künftig auch eine teilweise Arbeitsunfähigkeit festgestellt werden können. In den Unternehmen stößt dieses Modell allerdings auf wenig Zustimmung.

47,3 Prozent halten eine Teilkrankschreibung für nicht sinnvoll. Das zeigt eine aktuelle Personalleiterbefragung von Randstad und dem ifo Institut. Nur etwa jedes vierte Unternehmen bewertet die Möglichkeit als hilfreich, weitere 25 Prozent stehen ihr neutral gegenüber.

Als größtes Problem gilt offenbar die praktische Umsetzung. Viele Unternehmen befürchten nach Angaben des ifo Instituts Schwierigkeiten bei der Abgrenzung zwischen arbeitsfähig und arbeitsunfähig. Hinzu komme zusätzlicher organisatorischer Aufwand.

Auch zwischen den Arbeitsbereichen gibt es deutliche Unterschiede. In der Administration halten 55 Prozent der Unternehmen eine Teilkrankschreibung für umsetzbar, im Vertrieb und Kundenservice sind es 33 Prozent. In der Logistik sehen dagegen nur elf Prozent, in der Produktion acht Prozent entsprechende Möglichkeiten.

Große Hoffnungen verbinden die Unternehmen mit dem Modell nicht. Die Hälfte erwartet keine wesentlichen positiven Effekte. Jeweils ein Drittel erhofft sich kürzere Fehlzeiten oder eine schnellere Rückkehr erkrankter Beschäftigter. 21 Prozent halten es für möglich, dass erkrankte Fachkräfte trotz gesundheitlicher Einschränkungen länger arbeiten können. Zwölf Prozent sehen Vorteile für eine flexiblere Personalplanung.

Transparenzhinweis: Der Artikel basiert auf einer Mitteilung des ifo Instituts; redaktionell bearbeitet.

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