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FREIE WÄHLER wollen Kulturzwickl stoppen

Die Idee stammt von den GRÜNEN, das Geld sollen die Besucher des Stadttheaters aufbringen: Zwei Euro zusätzlich auf reguläre Eintrittskarten und Abonnements sollen künftig an die freie Kulturszene fließen. Für die heutige Stadtratssitzung liegt dazu eine Beschlussvorlage von Kulturreferent Marc Grandmontagne vor. Die FREIEN WÄHLER wollen den Zuschlag verhindern.

Der Vorschlag geht auf einen Antrag der GRÜNEN vom Oktober 2025 zurück. Sie hatten sich auf Modelle aus Freiburg und Köln berufen und den Kulturzwickl auch für Konzerte der Kammerphilharmonie vorgesehen. Die Verwaltung will zunächst nur am Stadttheater beginnen.

Von der Spielzeit 2026/2027 an sollen auf reguläre Einzeltickets und Abonnements jeweils zwei Euro aufgeschlagen werden. Ermäßigte Karten, etwa für Schüler, Studierende und Menschen mit Behinderung, wären ausgenommen. Verläuft das Pilotprojekt nach Ansicht der Stadt erfolgreich, könnte der Zuschlag später auch bei der Kammerphilharmonie erhoben werden.

Beim Theater bleiben soll das Geld nicht. Die Einnahmen würden an das Kulturreferat weitergeleitet, dem Etat für Kulturförderung zugeschlagen und anschließend anteilig an die Empfänger städtischer Fördermittel aus der freien Kulturszene verteilt. Erwartet werden rund 49.000 Euro im Jahr. Dem stehen nach Angaben der Verwaltung jährliche Kosten von etwa 21.000 Euro gegenüber.

Genau daran setzen die FREIEN WÄHLER ihre Kritik an. Für die Besucher mache es keinen Unterschied, ob zwei Euro als Zuschlag oder als reguläre Preiserhöhung verlangt würden. Wenn die Stadt einen solchen Spielraum sehe, solle sie die Eintrittspreise anheben und die zusätzlichen Einnahmen dazu verwenden, den Zuschussbedarf des Stadttheaters zu senken.

Die Fraktion hält eine eigene Abgabe zudem für unnötig aufwendig. Kassensysteme müssten angepasst, Einnahmen gesondert verbucht und innerhalb der Verwaltung weitergeleitet werden. In der angespannten Haushaltslage sollten mögliche Mehreinnahmen ihrer Ansicht nach unmittelbar den städtischen Haushalt entlasten.

Über die Einführung des Kulturzwickls entscheidet der Stadtrat heute.

Transparenzhinweis: Der Artikel basiert auf einer Mitteilung der FREIEN WÄHLER Stadtratsfraktion Ingolstadt, einem Antrag der GRÜNEN und einer Beschlussvorlage der Stadt Ingolstadt; redaktionell bearbeitet.

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