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Wer künftig vor einem Tor der Friedhöfe West oder Süd in Ingolstadt steht, wird es nicht mehr verschlossen finden. Zum 1. Juni stellt die Stadt den nächtlichen Schließdienst auf beiden Anlagen ein. Die Tore bleiben dauerhaft offen. Betreten werden dürfen die Friedhöfe außerhalb der geltenden Öffnungszeiten aber weiterhin nicht.
Die Stadt übernimmt damit eine Regelung, die auf den Friedhöfen in den Ortsteilen bereits gilt. An den Besuchszeiten ändert sich nichts. Die Stadt bittet darum, die Zeiten einzuhalten und die Ruhe der Friedhöfe zu respektieren.
Hintergrund ist vor allem die Verkehrssicherung. Nach Dienstschluss des Friedhofspersonals werden Wege nicht mehr geräumt oder gestreut, Hindernisse nicht beseitigt. Offene Tore bedeuten deshalb nicht, dass die Anlagen jederzeit betreten werden dürfen.
Mit dem Ende des Schließdienstes ändern sich auch die Öffnungszeiten der Toiletten auf den Friedhöfen West und Süd. Sie sind künftig nur noch während der Dienstzeiten des Friedhofspersonals geöffnet, in der Regel von 8 bis 16 Uhr, freitags bis 15 Uhr. Danach werden die Friedhofsgebäude verschlossen. Auch Reinigung und Kontrolle der Toiletten sind dann nicht mehr sichergestellt.
Die Einstellung des Schließdienstes ist Teil organisatorischer Änderungen im Standes- und Bestattungsamt. Die Stadt will Personal und Mittel anders einsetzen. Nach ihren Angaben lässt sich dadurch jährlich ein mittlerer fünfstelliger Euro-Betrag einsparen, ohne Funktion und Würde der Friedhöfe zu beeinträchtigen.
Transparenzhinweis: Der Artikel basiert auf einer Mitteilung der Stadt Ingolstadt; redaktionell bearbeitet.