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Gedämpfte Aussichten bei Selbstständigen

Mehr als jeder dritte Selbstständige blickt mit Sorge auf das Jahr 2026. Nach einer Umfrage des ifo Instituts erwarten 35,3 Prozent eine Verschlechterung ihrer wirtschaftlichen Lage. Nur 14 Prozent rechnen mit besseren Geschäften als im Vorjahr. Gut die Hälfte geht von einer unveränderten Situation aus.

Damit ist die Skepsis unter Soloselbständigen und Kleinstunternehmen ausgeprägter als in der Gesamtwirtschaft. Dort rechnen 26,1 Prozent der Unternehmen mit einer schlechteren Geschäftslage, 14,9 Prozent mit einer besseren. Die Erwartungen der Selbstständigen liegen damit deutlich unter dem Durchschnitt.

Hinter ihnen liegt ein schwieriges Jahr. Die Stimmung schwankte 2025 spürbar, begleitet von wachsender Unsicherheit. Zum Jahresende trübte sie sich weiter ein. Der Jimdo-ifo-Geschäftsklimaindex für Soloselbständige und Kleinstunternehmen sank im Dezember auf minus 23,7 Punkte, nach minus 19,8 Punkten im November. Sowohl die Einschätzung der aktuellen Lage als auch die Erwartungen fielen schlechter aus.

Zugleich nahm die Unsicherheit zu. 34,3 Prozent der Befragten gaben an, ihre eigene Geschäftsentwicklung nur schwer einschätzen zu können. In der Gesamtwirtschaft lag dieser Anteil mit 23,8 Prozent deutlich niedriger.

Hinzu kommen wachsende Finanzierungshürden. Der Anteil der Selbstständigen, die über Schwierigkeiten beim Kreditzugang berichten, stieg im vierten Quartal auf 47,6 Prozent. Nur 10,9 Prozent führten überhaupt Kreditverhandlungen – deutlich weniger als in der Gesamtwirtschaft, wo mehr als ein Viertel der Unternehmen entsprechende Gespräche angab. Auch dort nahmen die Probleme zuletzt zu.

Transparenzhinweis: Der Artikel basiert auf einer Mitteilung des ifo Instituts; redaktionell bearbeitet.

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