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Eine Falschfahrerin bringt in der Nacht auf Samstag mehrere Autofahrer und eine Polizeistreife in Gefahr. Die Ermittler gehen von einem schweren Verbrechen aus. Kurz vor 0.30 Uhr meldeten mehrere Verkehrsteilnehmer ein Fahrzeug, das auf der A9 entgegen der Fahrtrichtung unterwegs war. Nach bisherigen Erkenntnissen fuhr der Wagen in Richtung Berlin, nutzte dabei jedoch die Richtungsfahrbahn nach München.
Nahe dem Autobahndreieck Holledau kam es zu einem ersten Beinahe-Zusammenstoß mit dem Auto eines anderen Verkehrsteilnehmers. Anschließend wechselte die Fahrerin auf die A93 in Richtung Regensburg – erneut auf der falschen Spur. An der Anschlussstelle Mainburg wendete sie ihren grauen Pkw, um wieder als Geisterfahrerin weiterzufahren.
Mehrere Streifen der Verkehrspolizei Ingolstadt beteiligten sich an der Fahndung. Dabei kam es zu einem weiteren kritischen Moment: Ein Zusammenstoß mit einem Streifenwagen konnte nur durch die schnelle Reaktion der eingesetzten Beamtinnen verhindert werden. Die Fahrt endete schließlich südwestlich von Wolnzach auf der A93, wo eine Streife das Fahrzeug stoppen konnte.
Ein Atemalkoholtest ergab bei der 48-jährigen Fahrerin einen Wert im Bereich der absoluten Fahruntüchtigkeit. Aufgrund der erheblichen Gefährdung mehrerer Verkehrsteilnehmer und der eingesetzten Polizeikräfte ermittelt die Kriminalpolizei Ingolstadt wegen versuchten Totschlags. Die Frau wurde noch am selben Tag einem Haftrichter vorgeführt, der Haftbefehl erließ. Sie befindet sich inzwischen in einer Justizvollzugsanstalt. Die Ermittler bitten Zeugen sowie Verkehrsteilnehmer, die durch die Fahrweise gefährdet wurden, sich unter der Telefonnummer 0841/9343-0 zu melden.
Transparenzhinweis: Der Artikel basiert auf einer Mitteilung der Polizei; redaktionell bearbeitet.