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Gesamtkonzept für unsere historische Altstadt erforderlich

 Gesamtkonzept für unsere historische Altstadt erforderlich

O-T(h)öne gibt Fraktionen und Gruppierungen im Ingolstädter Stadtrat, sowie ausgewählten Personen des gesellschaftlichen Lebens und aus dem journalistischen Bereich, in der Rubrik "Aus fremder Feder", die Möglichkeit eines Gastkommentars zur Ingolstädter Kommunalpolitik. Das Thema ist durch den Gastkommentator frei wählbar, ebenso die Länge des Textes. Die Veröffentlichung erfolgt nicht redigiert und ungekürzt. Die Verantwortung für den Inhalt trägt allein der Verfasser des Gastkommentars.

Gastkommentar von Jürgen Köhler, Stadtrat der Unabhängigen Demokraten (UDI)

Die Bekanntgabe die Schließung der Filiale der Galeria Kaufhof hat die Ingolstädter City in den Focus zahlreicher Organisationen und auch der Politik gerückt. Bei dem von Oberbürgermeister Dr. Scharpf ins Leben gerufenen „Runden Tisch für die Innenstadt“ wurden bereits verschiedene Ideen zur Steigerung der Attraktivität des „Herzens unserer Stadt“ diskutiert. Jeder kleine Schritt kann positive Ergebnisse zur Folge haben. Eine nachhaltige Steigerung der Attraktivität und Qualität unserer Innenstadt ist aber nur mit einem Gesamtkonzept möglich, das neben der Stärkung des Handels und der Gastronomie auch den Individual- und Busverkehr sowie die Gestaltung der Erlebnisräume zwischen Harderstraße und Donau berücksichtigt.

Ein unverzichtbarer Schwerpunkt zur Steigerung der Attraktivität unserer Innenstadt ist für die UDI die längst überfällige Neugestaltung der Harderstraße, die zum Flanieren einladen sollte, die Umgestaltung der Donaustraße (der UDI Antrag vom 26.10.2017 wurde von der damaligen Mehrheit im Stadtrat leider nicht weiter verfolgt) mit Share-Space, Begrünung und Sitzgelegenheiten sowie die Öffnung des Stadtzentrums zum nördlichen Donauufer. Diese Forderungen waren bereits Bestandteil des Wahlprogramms 2020 der UDI. Unser Mitglied Peter Bachschuster hat zu den genannten Bereichen in den zurückliegenden Jahren bereits konkretere Vorschläge erarbeitet.

Die einzelnen Projekte müssen aber in ein Gesamtkonzept einfließen, dass auch die Reduzierung des Busverkehrs über den Schliffelmarkt bzw. den Einsatz kleiner Elektrobusse und die Gestaltung des Bereiches zwischen den geplanten Kammerspielen und dem Stadttheater einbezieht. Dieses Thema darf nicht mehr auf die lange Bank geschoben werden, sondern mit der Gesamtplanung muss im Jahr 2021 begonnen werden. Der 1. Bauabschnitt der Umgestaltung der Fußgängerzone hat verdeutlicht, wie lange sich eine Baumaßnahme im Bereich der Altstadt, nicht zuletzt aufgrund der zahlreichen Sparten im Untergrund, hinziehen kann.

Ich hoffe, die Kolleginnen und Kollegen im Stadtrat haben zusammen mit den beiden Vertretern der UDI den Mut nicht „auf Sicht zu fahren“ sondern mit Weitblick unsere Innenstadt, mit einer sehenswerten historischen Altstadt auf die wir alle stolz sein können, zu einem Wohlfühlort zu gestalten, der nicht nur den Handel und die Gastronomie belebt, sondern auch für den Tourismus neue Impulse setzt.

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