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Die Stimmung in der deutschen Wirtschaft hat sich im April deutlich eingetrübt. Der ifo Geschäftsklimaindex fiel auf 84,4 Punkte, nach 86,3 im März. Damit erreicht der Indikator den niedrigsten Stand seit Mai 2020. Unternehmen beurteilen sowohl ihre aktuelle Lage als auch ihre Erwartungen merklich schlechter.
Vor allem der Blick in die kommenden Monate hat sich spürbar verschlechtert. Viele Betriebe reagieren damit auf die angespannte geopolitische Lage, die zunehmend als Belastung wahrgenommen wird.
Im Verarbeitenden Gewerbe sank das Geschäftsklima, getrieben von deutlich pessimistischer werdenden Erwartungen. Besonders ausgeprägt ist die Skepsis in der chemischen Industrie. Die aktuelle Lage wird dagegen etwas besser eingeschätzt. Zugleich häufen sich Berichte über Lieferengpässe bei Vorprodukten.
Im Dienstleistungssektor ging der Index ebenfalls deutlich zurück. Die Erwartungen trübten sich weiter ein, und auch die Bewertung der laufenden Geschäfte fiel schwächer aus. Vor allem die Logistikbranche steht unter Druck.
Auch im Handel verschlechterte sich die Stimmung spürbar. Unternehmen korrigierten ihre Einschätzungen zur aktuellen Lage und zu den Erwartungen nach unten. Viele Einzelhändler rechnen damit, dass sich Konsumenten angesichts anhaltender Preissteigerungen zurückhalten.
Im Bauhauptgewerbe brach das Geschäftsklima ein. Die Erwartungen gaben deutlich nach, die Zufriedenheit mit den laufenden Geschäften sank. Ein rascher Aufschwung ist aus Sicht vieler Unternehmen vorerst nicht in Sicht.
Transparenzhinweis: Der Artikel basiert auf einer Mitteilung des ifo Instituts; redaktionell bearbeitet.