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Die geplanten Änderungen im Gesundheitssystem stoßen auf scharfe Kritik. Der Paritätische Gesamtverband sieht in den Vorschlägen vor allem eine Verlagerung von Kosten – zulasten der Versicherten. Hauptgeschäftsführer Joachim Rock wirft der Politik vor, keine echten Einsparungen anzustreben. Stattdessen würden finanzielle Belastungen stärker auf private Haushalte verlagert. Besonders betroffen seien chronisch kranke Menschen. Kritisch bewertet der Verband vor allem steigende Zuzahlungen und Eigenanteile. Gleichzeitig würden aus seiner Sicht zentrale Probleme im System ausgeblendet, etwa hohe Renditen im Pharmabereich.
Auch die geplante Streichung der beitragsfreien Mitversicherung von Ehepartnern sieht der Verband als zusätzliche Belastung für viele Haushalte. Zudem kritisiert der Paritätische, dass versicherungsfremde Leistungen weiterhin über Beiträge finanziert werden sollen. Dazu zählt etwa die Absicherung von Menschen im Grundsicherungssystem. Nach Ansicht des Verbandes sollten diese Ausgaben aus Steuermitteln gedeckt werden.
Als Alternative fordert der Paritätische eine grundlegende Reform der Finanzierung. Dazu gehört eine Bürgerversicherung, in die alle Einkommensarten einbezogen werden sollen. Auslöser der Kritik sind Sparankündigungen von Gesundheitsministerin Nina Warken, die am 14. April vorgestellt wurden.
Transparenzhinweis: Der Artikel basiert auf einer Mitteilung des Paritätischen Gesamtverbandes; redaktionell bearbeitet.