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Ein Brief mit weißem Pulver und einer konkreten Todesdrohung hat am Mittwoch einen Großeinsatz in Nürnberg ausgelöst. In dem Schreiben wurde Beschäftigten der Gewerkschaft ver.di mit Milzbrand gedroht – offenbar im Zusammenhang mit laufenden Streiks.
Wie ver.di Bayern mitteilte, wurde der Brief heute in der Postannahme entdeckt. Dem Schreiben lag eine unbekannte weiße Substanz bei. Darin sei ausdrücklich formuliert worden, Beschäftigte von ver.di sollten „an Milzbrand sterben“. Als Motiv wurden Streikaktivitäten genannt.
Polizei, Feuerwehr und Rettungsdienst waren mit einem größeren Aufgebot im Einsatz. Das Gebäude wurde vorsorglich abgesperrt, die Beschäftigten blieben zunächst im Haus. Die Feuerwehr bereitete eine Dekontamination vor, hinzugezogene Fachleute analysierten die Substanz. Gegen 17 Uhr gaben die Behörden Entwarnung.
Die Landesbezirksleiterin Luise Klemens sprach von einem gezielten Versuch, Angst und Verunsicherung zu verbreiten. In den vergangenen Monaten habe es eine Zunahme von Drohungen gegeben, die sich gegen die Wahrnehmung des demokratischen Streikrechts richteten. Diese Entwicklung sei besorgniserregend. Auch Frank Werneke, Bundesvorsitzender der Gewerkschaft, verurteilte die Tat. Wer Beschäftigte und ihre Organisation mit dem Tod bedrohe, greife demokratische Grundrechte an. Man werde sich davon nicht einschüchtern lassen.
Transparenzhinweis: Der Artikel basiert auf einer Mitteilung von ver.di ; redaktionell bearbeitet.