GRÜNEN-Chef: Autoindustrie kann drohende existenzielle Krise bestehen

 GRÜNEN-Chef: Autoindustrie kann drohende existenzielle Krise bestehen

(ot) Robert Habeck, Bundesvorsitzender der Grünen, tauschte sich gestern mit Jörg Schlagbauer, dem stellvertretenden Betriebsratsvorsitzenden bei Audi und gewerkschaftlichen Vertrauensleuten der IG Metall im Werk Ingolstadt aus. Es ging um die Transformation der Automobilindustrie, die  Elektromobilität, die CO2-Gesetzgebung, die Digitalisierung und den Druck auf die Arbeitsplätze.
 
Robert Habeck erklärte in dem Gespräch: „Der Autoindustrie droht eine existenzielle Krise. Ich bin aber sicher, dass die Branche sie bestehen kann, wenn sie jetzt konsequent den ökologischen Wandel und Klimaschutz vorantreibt und neue Geschäftsmodelle durch Digitalisierung entwickelt. Das ist der Schlüssel für künftige Wettbewerbsfähigkeit. Ich weiß, dass das gerade Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter viele Veränderungen abverlangt und verstehe ihre Sorgen. Daher ist mir der enge Austausch wichtig, um den Veränderungsprozess sozial zu gestalten.“
 
Jörg Schlagbauer machte die Position der Arbeitnehmerschaft deutlich: „Es ist wichtig der Bundespolitik deutlich zu machen, dass neben der ökologischen Nachhaltigkeit auch die soziale Nachhaltigkeit bei der Transformation der Automobilindustrie eine wichtige Rolle spielt. Die IG Metall bei Audi ist nicht gegen Umweltschutz. Wir fordern ja schon seit mehr als zehn Jahren, dass Audi nicht nur die schönsten Autos baut, sondern auch die umweltfreundlichsten. Doch die Unternehmen nutzen das Thema Transformation um Druck auf die Arbeitnehmer und die Arbeitsplätze zu machen. Das muss auch der Politik in Berlin klar sein. Die Vertrauenleute haben das klar und deutlich gegenüber Herrn Habeck angesprochen. Was wir in Deutschland brauchen ist ein sozial-ökologischer Umbau der Industriegesellschaft mit umwelffreundlichen Premiumprodukten die sich am Markt durchsetzen können".

Quelle und Foto: IGM Audi

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